Nur 150 Teilnehmer: Organisatoren verzichteten auf Sternmarsch
HALTERN Gestützt auf ein Bündnis von Institutionen, Parteien und Verbänden setzten am Freitag 150 Menschen trotzdem ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Gewalt.
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„Ihre Teilnahme zeigt uns, dass Sie alle für eine demokratische Stadt Haltern sind“, sagte Heike Brüggemann, die das Bündnis 2001 gründete, vor dem Alten Rathaus. Parolen, Schmierereien, Aufkleber und Aufrufe, an der Demonstration von Rechtsradikalen Ende November in Recklinghausen teilzunehmen, dürfe es in Haltern nicht geben.
150 Teilnehmer
Einerseits überraschte es die Organisatoren des Sternmarsches nicht, dass nur 150 Teilnehmer kamen. „Wir haben damit gerechnet, dass es deutlich weniger sind als im letzten Jahr“, so Bündnissprecher und Grünen-Ratsmitglied Frank Lackmann. In 2008 erklärten sich rund 350 Halterner solidarisch mit den Zielen des Bündnisses, nachdem es 14 Tage zuvor zu Ausschreitungen mit rechten Jugendlichen am Bahnhof gekommen war. Andererseits frustrierte es die Organisatoren am Freitag, dass in einer Stadt, die knapp 40.000 Einwohner hat, sich nur 150 auf den Weg machten. Deswegen disponierten sie kurzfristig um und verzichteten auf einen Sternmarsch.
Keine Reden, dafür Live-Musik
Die Polizei begleitete den Marsch von der Muttergottesstiege zum Marktplatz. Es gab einige Banner, auf denen mit großen Lettern „Haltern zeigt Flagge“, „Toleranz“ und „Demokratie“ stand. Politiker hielten keine Reden, stattdessen gab es Live-Musik der Band „Insite“ und alkoholfreien Glühwein.
Es war ein politisch neutraler Protest - was einigen Teilnehmern wohlwollend auffiel. Das Engagement des Bündnisses dürfe nicht für parteipolitische Interessen genutzt werden, so CDU-Ratsmitglied Wolfgang Ulke. Gewalt habe nichts mit politischen Sichtweisen zu tun. Die Anwesenheit der Antifa und Lieder wie „Wir sind Deserteure“ hatten bei Demo-Teilnehmern im vergangenen Jahr zu Unmut geführt.















