Philipp Mißfelder besuchte die CDU
LIPPRAMSDORF Philipp Mißfelder ist spät dran beim Frühschoppen der Lippramsdorfer CDU. Dafür nennt er dem Vorsitzenden Walter Breuker aber einen triftigen Grund: „Seit dem rasenden Minister muss man vorsichtig fahren.“
Philipp Mißfelder (r.) bei der CDU Lippramsdorf. (Foto: Henning Brinkmann)
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Spekulationen kein Thema
Über diese Spekulationen spricht er am Sonntag allerdings nicht im Wintergarten des Hotels Himmelmann, wohl aber über die Konjunktur und wie man sie wieder ankurbeln kann. „Überrascht – im positiven Sinne“, zeigt er sich von der Abwrackprämie. „Sie hat eine gewisse Wirkung gezeigt“, lobt er das Instrument.
Amerikaner subventionieren Schrott
Mit dem Vorgehen anderer Länder geht er hingegen teils hart ins Gericht: „Die Amerikaner subventionieren jetzt ihre Schrottkisten“, tadelt er die Staatshilfen für die US-Automobilindustrie. Die hat in seinen Augen den Umbruch zu umweltfreundlicher Technologie verschlafen. „Wir kommen hier zu einer Marktverzerrung“, sagt er. Er wettert gegen überhöhte Abfindungen und Bonuszahlungen für gescheiterte Topmanager. „Von mir aus können die zig Millionen verdienen, aber wir brauchen eine Managerhaftung.“ Wer Mist gebaut hat, sagt er, der müsse dafür auch hinterher „mit seinem Namen gerade stehen.“
Dass sich die Krise durch immer neue Schulden beseitigen lässt, diesen Gedanken hält Mißfelder für irrwitzig: „Wer weiß, wie man eine durch zu viele Kredite entstandene Krise durch noch mehr Kredite beseitigen kann, der soll mir das mal erklären.“
Langfristig müsse wieder gespart werden, auch z.B. durch die Senkung der Ausgaben für Hartz IV: "Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie", poltert Mißfelder in der Art, mit der er sich nicht nur Freunde gemacht hat.
Bloß nicht Jamaika
Freunde, die sucht er auch gar nicht überall. Mit den Grünen etwa will er nach der Bundestagswahl auf keinen Fall gemeinsam gegen die Krise ankämpfen: „Jamaika wäre schlimmer als das, was wir jetzt haben“, glaubt er. Sein wichtigstes Rezept gegen die Krise: „Wenn 50 Prozent der Wirtschaft Psychologie sind, brauchen wir möglichst viel Optimismus.“




















