Todesfälle in Haltern: Rätselhafte Vergiftung - Autohaus bleibt geschlossen
HALTERN Der plötzliche Tod der beiden Mitarbeiter des Autohauses Borgmann in Haltern bleibt auch nach der Obduktion am Mittwoch rätselhaft. Sicher ist nur, dass die 20 und 25 Jahre alten Männer an einer akuten Vergiftung starben.
Die Fahnen auf Halbmast sind äußeres Zeichen der Trauer im Autohaus Borgmann am Hellweg. (Foto: Holger Steffe)
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Mit Sicherheit schließen die Rechtsmediziner die Einnahme von Opiaten, auch Designerdrogen oder K.O.-Tropfen sowie Alkohol aus. Hinweise auf eine Vergiftung durch Kohlenmonoxid oder andere Gase liegen ebenfalls nicht vor. Auch bestätigte sich die Vermutung nicht, die Männer seien mit giftiger Flusssäure in Kontakt gekommen, die in Kälteschutzmitteln verwendet wird.
"Die Nadel im Heuhaufen"
Nachdem die klassischen Gifte ausgeschlossen sind, werden die Untersuchungen nun ausgedehnt. "Wir suchen die Nadel im Heuhaufen", erklärte dazu Birgit Jürgens. Die Rechtsmedizin will einen Sachverständigen aus der Automobilbranche zur Rate ziehen, um eventuell bisher unbekannte Giftstoffe, Lacke oder Gase ausfindig zu machen. Es könne allerdings einige Wochen dauern, bis Ergebnisse weiterer aufwändiger Tests vorliegen.
"Jetzt ist den weiteren Spekulationen Tür und Tor geöffnet", sagte gestern Werner Schulte-Lünzum, Geschäftsstellenleiter des Autohauses Borgmann in Haltern. Neben der Kripo habe auch die Berufsgenossenschaft bei ihren Untersuchungen in der Werkstatt nichts Negatives oder Auffälliges finden können. "Die Arbeitskollegen zermartern sich die Köpfe, ob in der letzten Woche etwas anders gelaufen ist als sonst", so Schulte-Lünzum.
















