In der eigenen Wohnung: Schimmelbefall: Bewohnerin wehrt sich
HALTERN Lange schon hat Gudrun Deitermann mit Problemen in ihrer Wohnung zu kämpfen: Wasser dringt ein, der Schimmel breitet sich aus. Lange jedoch fühlte sich die Mutter eines behinderten Kinders vom Vermieter nur vertröstet. Jetzt hat Gudrun Deitermann Hilfe bei einer Anwältin gesucht.
Schwarzer Schimmel auch über einem Wohnzimmerfenster. (Foto: Angela Wiese)
Mit ihrem schwer behinderten Sohn Benjamin sucht sie nun eine neue Wohnung. Und will sich gegen die Zustände wehren.
Schimmelflecken wachsen
Seit Ende März wächst der Schimmel, erzählt Deitermann. Der 24-jährige Benjamin ist geistig behindert und Halbautist, erklärt seine Mutter. Es fällt ihm nicht leicht, sich an eine neue Situation zu gewöhnen. Doch in diesem Zimmer konnte er nicht bleiben. Er musste ins Schlafzimmer der Mutter umziehen. Auch über den Fenstern im Wohnzimmer beginnt es zu schimmeln.
Nachdem die Nässe anfing, ins Kinderzimmer zu dringen und der Schimmel entstand, habe sie ihren neuen Vermieter immer wieder auf das Problem aufmerksam gemacht. Doch der habe sie nur vertröstet, findet Deitermann. Zum Anwalt wollte sie eigentlich nicht gehen, tat es nun aber doch. Die Wirkung kam prompt.
Vermieter: Wetter schuld
Eine Sanierung sei aber erst möglich, wenn das Dach fertig ist. Er spreche regelmäßig mit seiner Mieterin über das Problem. Gudrun Deitermann aber wartet nun schon fünf Monate. Jetzt hat sie Anwältin Christin Riemann eingeschaltet.
Plötzlich eine Reaktion vom Vermieter: Noch am Montag soll sich ein Sachverständiger die Wohnung anschauen. Er soll einschätzen, was zu tun ist. Sollte das Ergebnis zeigen, dass die Wohnung erstmal unbewohnbar ist, müsse sich der Vermieter um eine alternative Unterkunft auf seine Kosten kümmern, so Riemann.













