Engpässe: Sportunterricht wird an den weiterführenden Schulen ausgeweitet
HALTERN In den Halterner Sporthallen wird es mit dem neuen Schuljahr noch enger. Zurückstecken müssen in erster Linie die Vereine, da Schulsport Priorität hat.
Die Sportvereine haben das Nachsehen. (Foto: Manfred Rimkus)
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Schulverwaltungsamt rotierte
Schon vor den Sommerferien meldete die Schule ihren Bedarf für die Nutzung der Dreifachhalle an Nachmittagen beim Schulverwaltungsamt an. Hier geriet Christiane Wieland ins Rotieren, denn der Belegungsplan der Halle lässt keinen Spielraum. Es wurde das Gespräch mit Verantwortlichen des ATV Haltern und des HSC Haltern-Sythen gesucht, die in erster Linie von der Neuerung betroffen sind.
Vereine rücken zusammen
„Der Schulsport hat Priorität“, erklärte Ludger Muck vom Schulverwaltungsamt. Obwohl das Gymnasium mit seiner Organisation auf die Vereine Rücksicht nimmt und zum Beispiel nicht mehr spontan über Schwimmunterricht entscheidet, sondern von drei Klassen jeweils eine ins Hallenbad schickt, müssen die Vereine zusammenrücken.
Handballsport gefährdet?
Trainingseinheiten des HSC rücken nun nach hinten. Das bisherige Koordinationstraining für mehrere Mannschaften, die für eine gute Handballausbildung unerlässliche dritte Trainingseinheit, entfällt. HSC-Vorstand Bernd Kruth sieht den attraktiven Handballsport in Haltern gefährdet. Zurzeit spiele der HSC in der Region eine bedeutende Rolle. Zum Verein gehören über 20 Wettkampfmannschaften, die von der D- bis A-Jugend von lizensierten Trainern betreut werden. D-, C- und B-Jugend spielen in der jeweils höchsten Klasse.
„Ohne ordentliches Training gehen uns die Talente stiften“, befürchtet Kruth und schlägt deshalb eine bedarfsgerechte Verteilung der Hallenzeiten vor. Schon jetzt teilen sich jeweils zwei HSC-Teams eine Hallenzeit. Kruth wünscht sich alle Vereine an einen Tisch und alle Hallenzeiten in Haltern auf den Prüfstand.
Freitagnachmittagsöffnung
Optimal wäre die Öffnung der Seestadthalle für Vereinssport an Freitagnachmittagen. Diesem Ansinnen erteilte Heinz van Buer von den Stadtwerken eine Absage. Eine Vermarktung der Halle, die an 35 Wochenenden im Jahr vermietet wird, sei dann kaum noch zu machen. Eine Entspannung der Lage ist erst mit dem Rückgang der Schülerzahlen 2013 zu erwarten.




















