Umweltausschuss: TNT im Grundwasser bleibt noch Jahre ein Thema
HALTERN Übertriebene Sorge oder laxer Umgang mit der Grundwasserproblematik - diese beiden Haltungen machte Anette Fleuster (Grüne) bei betroffenen Lehmbrakener Bürgen aus. Die Vorsitzende des Umweltausschusses begrüßte eine stattliche Anzahl von Zuhörern zur Sondersitzung des Umweltausschusses.
- Handball HSC will Wiedergutmachung
- Schmales Testspielprogramm Minusgrade ärgern die Fußballer
- Bedarf steigt In der Offenen Ganztagsschule wird es eng
- Abstimmung im Internet Haltern bewirbt sich um einen Mehrgenerationen-Parcours
- Neues Stiftungsprojekt Dr. Josef Wennemann unterstützt Klinik in Südafrika
Viele Fragen wurden von den Fraktionen an die Vertreter des Kreises Recklinghausen und der Sythengrund Wasagchemie gestellt. Hinter einer ganzen Reihe blieb ein Fragezeichen stehen.
So wollte ein Bürger wissen, ob sichergestellt sei, dass jegliches Gemüse und Fleisch aus Lehmbrakener Produktion ungefährdet ist. Der Veterinär des Kreises zuckte mit den Schultern. "Bisher gibt es keine Untersuchungen zu diesem speziellen Thema", erklärte er. TNT und ähnliche Stoffe in der Nahrungskette seien nicht erforscht.
Sanierung Die Frage einer Sanierung des belasteten Gebietes nahm breiten Raum in der Diskussion ein. Deutlich wurde nach Aussagen der Fachleute, dass es eine kurzfristige Lösung nichtgeben wird. Art und Umfang der Umweltbelastungen sind so außergewöhnlich, dass sie noch über Jahre ein Problem darstellen werden.Neue Verfahren
Das Unternehmen Sythengrund Wasagchemie arbeitet eng mit der Wissenschaft zusammen, um neue Verfahren wie die Behandlung des belasteten Grundwasser mit Ozon voranzutreiben. Dies dauert jedoch den betroffenen Brunnenbesitzern viel zu lange. Sie wollen mehr sehen als Bohrungen zur Eingrenzung der Schadstofffahne. Dass sie eine finanzielle Entschädigung für den Ausfall ihrer Brunnen erhalten, ist so gut wie ausgeschlossen. Es gebe kein Recht auf die Nutzung von Grundwasser, ließ der Kreis wissen. Eindringlich wurde vor der weiteren Nutzung von Grundwasser in Lehmbraken gewarnt, dessen Schadstoffwerte bis zu 50 000 Mal höher sind, als es der Grenzwert vorsieht.




















