Gelsenwasser: Trinkwasser verbreitet keine Viren
HALTERN „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der aktuellen Grippewelle und einer Übertragung von Viren über das Trinkwasser“, weist die Gelsenwasser AG entsprechende Theorien strikt zurück.
Klaus Büchi. (Foto: privat)
- Handball HSC will Wiedergutmachung
- Schmales Testspielprogramm Minusgrade ärgern die Fußballer
- Bedarf steigt In der Offenen Ganztagsschule wird es eng
- Abstimmung im Internet Haltern bewirbt sich um einen Mehrgenerationen-Parcours
- Neues Stiftungsprojekt Dr. Josef Wennemann unterstützt Klinik in Südafrika
Da etwa 35 % der Infizierten Influenza-Viren über Erbrochenes oder Durchfall ausschieden, sei auch bei der Schweinegrippe der Weg Abwasser-Gewässer-Trinkwasser-Mensch gegeben. Partikel, so Soddemann, könne man technisch bis hinunter zu 1 µm zählen, aber keine Noro- oder Influenza-Viren.
Keine Influenza-Viren
Dr. Barbara Pätsch von der Gelsenwasser AG beantwortete Büchis Fragen zu einer möglichen Übertragung durch das Trinkwasser in Haltern: „Viren sind in allen Lebensbereichen vorhanden. Im Trinkwasser relevant sind ausschließlich Viren, die aus Fäkalien und Abwasser stammen. Influenza-Viren gehören nicht zu dieser Kategorie.“ Selbstverständlich, betont die Expertin, werden im Wasserwerk Haltern die technischen Voraussetzungen (Planung, Bau und Betrieb von Anlagen) erfüllt.
Das Wasser aus der Talsperre werde über große offene Langsamsandfilter versickert. Erst nach einer Untergrundpassage von mehreren Wochen werde das Grundwasser des Werkes Haltern gefördert.
Intensive Untersuchung
Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gas- und Wasserfach habe die Gelsenwasser AG intensive Untersuchungen durchgeführt. Felix Wirtz, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit: „Die Filter funktionieren. Weder Viren noch Bakterien haben die Bodenpassage über 50 m überlebt. Wäre irgend etwas an diesen Vorwürfen, hätten wir eine Pandemie unerkannten Ausmaßes.“
Die Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, Dr. Babette Winter, kann die Sorgen von Klaus Büchi zerstreuen: „Influenza-Viren überleben bereits den Weg über die Kanalisation und die Abwasseraufbereitung im Klärwerk bis in die Gewässer nicht. Wenige überlebende Influenza-Viren werden im Fluss weiter verdünnt und vermehren sich dort auch nicht. Deshalb gibt es keine Verbreitung von Influenza-Viren über das Trinkwasser.“




















