Leichtathletik: Koch nicht in DM-Form
HALTERN Etwas geknickt ist Diskuswerferin Vivien Koch von den Deutschen Winterwurfmeisterschaften aus Sindelfingen zurückgekehrt. 36,41 Meter bedeuteten den 14. und damit letzten Platz.
Bei der Ehrung des Sportlers des Jahres war Vivien Koch in den letzten beiden Jahren leider verhindert. Ihre Pokale für die Monatssiege in 2010 und 2011 bekam sie deshalb am Montag nachträglich überreicht. (Foto: Große-Geldermann)
Ärgerlich vor allem deshalb, weil die Trainingseindrücke zuletzt gut waren. „Ich hatte das Gefühl, dass ich weiter werfen kann“, sagte Koch. Und so schien in Sindelfingen sogar der Sprung ins Finale der besten Acht nicht unmöglich. 42,36 Meter hätten dafür diesmal gereicht, doch die Tagesform passte einfach nicht.
Starke Siegerweite
Für den Sieg wäre Koch ohnehin nicht infrage gekommen. Die neue Deutsche Meisterin, Anna Rüh vom SC Neubrandenburg, warf ihren Diskus 58,10 Meter weit – neue Jahresbestleistung in der Juged U20. „So weit werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr kommen“, sagt Koch anerkennend. Auch ihre Konkurrentinnen auf den Plätzen zwei und drei knackten die 50-Meter-Marke.
Die ist für Vivien Koch noch ein gutes Stück entfernt. Seitdem sie vor zwei Jahren zum VfL Gladbeck gewechselt ist, steigerte die 18-Jährige Gymnasiastin ihre persönliche Bestmarke zwar um knapp acht Meter, doch die Sprünge werden kleiner. Nächstes Ziel ist der Gladbecker Vereinsrekord, der bei etwas über 43 Metern liegt.
Dafür trainiert sie derzeit dreimal pro Woche im Fitnessstudio und fährt einmal nach Gladbeck zum Wurf- und Techniktraining. Im Sommer wird das Trainingspensum gesteigert.
Top 4 in NRW
Der Wechsel in den Junioren-Bereich sollte keine großen Probleme machen. „Auf Westfalen-Niveau ist eigentlich immer etwas drin“, sagt Koch. In NRW will sie sich unter den Top 4 etablieren. Und auch bei den Deutschen Meisterschaften soll in Zukunft mehr herausspringen als Platz 14. Koch gibt sich kämpferisch: „An einem guten Tag, kann ich viel mehr.“








