Das Sportporträt: Rauhut träumt von der Nationalmannschaft
HALTERN Der Sprung in eine Jugend-Nationalmannschaft bleibt für die meisten Nachwuchssportler ein Traum. Für Victoria Rauhut könnte er aber bald in Erfüllung gehen. Die 14-Jährige hat bei der Leistungssichtung des Deutschen Handballbundes einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Victoria Rauhut im HSC-Trikot im Heimspiel gegen Ickern. (Foto: Thieme-Dietel)
Rauhut selbst war mit ihrer Leistung im Sportzentrum vor den Toren Berlins zufrieden: „Ich war ein bisschen krank, aber es ist ganz gut gelaufen.“ Auch die Spiele, die sich mit der Westfalenauswahl gegen andere Regionalverbände bestritt waren ordentlich. Den Siegen gegen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stehen hauchdünne Niederlagen gegen Niedersachsen und Hamburg gegenüber.
Wie ein Profi-Sportler
Doch die Spiele waren nur ein kleiner Teil des straff durchorganisierten Programms. Neben Ausdauer- und Sprinttests mussten die Mädchen auch Liegestütze und Situps machen. Sie wurden von oben bis unten vermessen und legten sogar eine Bodenturn-Kür hin. „Das war richtig anstrengend. Man kommt sich schon fast vor wie ein Profi-Sportler“, sagt Rauhut.
Belohnt für diese Strapazen wurden die Mädchen mit einem Training bei Heine Jensen, dem Coach der Damen-Nationalmannschaft. „Beeindruckend“ sei das gewesen, sagt Rauhut. „Ich kannte ihn ja vorher nur aus dem Fernsehen.“
Vielseitige Spielerin
An ein Training auf einem solchen Niveau könnte sie sich gewöhnen. An die Belastung wohl auch. Schon jetzt trainiert Rauhut, die bei den C-Juniorinnen des HSC Haltern in der Bezirksliga spielt, mindestens dreimal pro Woche. Hinzu kommen alle 14 Tage Einheiten mit der Westfalenauswahl am Stützpunkt Dortmund und regelmäßige Lehrgänge. Mit der Nominierung für die Jugend-Nationalmannschaft wären weitere Trainingseinheiten im Stützpunkt Leverkusen verbunden.
Rauhuts großes Plus ist ihre Flexibilität. Schon Anfang Januar hatte sie beim Länderpokal des Handballverbands Westfalen im älteren 96er-Jahrgang auf Linksaußen, Halblinks, in der Mitte und auf Halbrechts überzeugt.
Das ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben und so bekam Rauhut schon einige Angebote. Doch noch sei ein Wechsel kein Thema: „Ich fühle mich mit meinen Mädels beim HSC einfach wohl.“








