Bestandsaufnahme Brambauer: Stadt sucht Investor für Kindergarten
LÜNEN Stärken im Bereich Ehrenamt und Offene Ganztagsschule, Defizite bei U-3-Betreuung, Kinder- und Jugendförderung: Die Podiumsdiskussion der Wählergemeinschaft GFL hat am Montag im Bürgerhaus Handlungsbedarf für den Stadtteil aufgezeigt.
Über Kinder, Jugend, Schule und Sport diskutierten bei einer öffentlichen Fraktionssitzung der Wählergemeinschaft GFL (v.l.): Andreas Mildner, Achim Schwarz, Horst Müller-Baß, Günter Klencz und Prof. Dr. Johannes R. Hofnagel. (Foto: Beuckelmann)
Gute Ogata-Betreuung
Zu Beginn der zweistündigen Sitzung ging es um die Bewertung vorhandener Angebote im Ortsteil. Wie der Erste Beigeordnete Günter Klencz betonte, sei Brambauer bei der Ogata-Betreuung besser gestellt. Stadtweit liege die Quote bei 33 Prozent, die Elisabethschule weise eine Quote von 41 Prozent auf und die Schule Auf dem Kelm sowie die Wittekindschule erreichen jeweils 38 Prozent.
130 Kindergarten-Plätze
Große Defizite sah Klencz in Brambauer bei der Betreuung unter Dreijähriger, wo die Abdeckungsquote derzeit nur bei 17 Prozent liege. Bei den über Dreijährigen liege die Abdeckung bei über 94 Prozent.
Über ihre Probleme beim Finden eines Betreuungsplatzes klagte Julia Roßbach als Mutter. Rosbach: „Ich kenne schon 12, die jetzt schon gerne einen Platz hätten.“ Betroffene seien auf Tagesmütter angewiesen. Bis Mitte 2013 könne nicht für jedes Kind ein Betreuungsplatz angeboten werden, selbst wenn bestehende Einrichtungen maximal ausgebaut würden, erläuterte Klencz und wies auf 16 Millionen Euro Betriebskosten hin, von denen die Stadt 50 Prozent zahle.
Angestrebt sei, in Brambauer bis Ende 2013 eine Abdeckung von 30 Prozent zu haben, was 130 Plätzen entspreche. Händeringend werde ein Investor für eine neue Einrichtung gesucht. Einen potenziellen Träger gebe es.
Stadtteil des Ehrenamts
„Brambauer ist ein Stadtteil des Ehrenamts“, so Andreas Mildner, stellvertretender Vorsitzender der Brambauer Vereine und GFL-Mitglied. Positiv sei, dass die Schließung weiterer Sportstätten derzeit kein Thema sei. Durch Schließung der Kleinschwimmhalle seien aber 300 Vereinsmitglieder des SV Brambauer abgesprungen, bedauerte Mildner und hinterfragte die Effizienz des Schwimmunterrichts im Lippe Bad.



























