Sportlerporträt: Wie Landesmeister Harun Uzun seinen Traum wahrmachte
LÜNEN Harun Uzun ist seit dem Wochenende der gefeierte Held bei den Ringen des VfK Lünen-Süd. Er schenkte dem Verein bei den Landesmeisterschaften einen Titel. Doch der Traum vom Titel stand eine Zeit lang auf der Kippe. Ein Porträt.
Harun Uzun (rechts) bescherte dem VfK bei der Landesmeisterschaft einen Heimsieg. (Foto: Günther Goldstein)
"Das war ein sehr schönes Gefühl. Schließlich kannte ich zahlreiche Zuschauer in der Halle", so der 19-jährige Uzun nach seinem Titelgewinn. Doch bis dahin war es kein leichter Weg, der erst mit durch den Aufschwung in den letzten Wochen zum Titel führte.
Denn Uzun kam vor einigen Wochen bei den Westfalenmeisterschaften in Gütersloh nicht über einen fünften Platz hinaus. "Das war wie ein Weckruf für mich", so Uzun heute. Danach trainierte er sehr hart, um für die heimischen Titelkämpfe fit zu sein. Zwischendurch belohnte er sich bei der Landesmeisterschaft der Männer in Köln mit einem tollen dritten Platz. "Das hat mir großen Auftrieb gegeben", so Uzun.
Traum stand auf der Kippe
Doch trotz allem stand der Traum auf der Kippe. Denn schon im ersten Duell gegen Schamil Kasumov ging es dem Lüner schlecht. Uzun musste sich übergeben, der Kampf wurde unterbrochen. Aufgeben wollte Uzun aber nicht. "Das Publikum hat mich zu sehr motiviert. Ich wollte weiter machen und den Sieg nach Lünen holen", so der Kämpfer weiter. Schließlich schlug er den Russen und ebnete somit den Weg zum Titel.
Bereits mit 14 in der ersten Mannschaft
Er ist aber bei weitem nicht der einzige Ringer der Familie. Schon sein Vater und seine beiden Großväter standen auf der Matte. Nach Harun folgte ihm Bruder Faruk zum VfK. Haruns Talent wurde früh erkannt. Auch von dem Rückschlag einer Beinfehlstellung ließ er sich nicht umhauen. Trotz fast einem Jahr Pause rappelte sich Uzun wieder auf und bestritt mit 14 Jahren seinen ersten Kampf für die erste Mannschaft.
Schnell ergaben sich Anfragen von Bundesligisten. Doch das war für den in Lünen geborenen Ringer nie ein Thema. "Aus Liebe zum VfK und vor allem zu Horst Gehse (Geschäftsführer des VfK, d. Red.) bin ich geblieben. Horst ist wie ein Opa für mich", so Uzun. Diesem machte er mit seinem Titelgewinn in heimischer Halle sicher auch einen großen Gefallen.

















