RECKLINGHAUSEN Die Bühne sieht nach Tonstudio aus. Hinten sechs Kabinen, Mikrofone baumeln von der Decke. Klavier, Stühle, Kopfhörer, Wände voller Zettel. Man könnte „Sprachlabor“ dazu sagen, denn Laura de Wecks „Archiv des Unvollständigen“ (Sonntag bei den Ruhrfestspielen uraufgeführt) kreist um die Kommunikation. mehr...
MÜLHEIM Selbstoptimierer und -verweigerer treffen in Moritz Rinkes Beziehungskomödie "Wir lieben und wissen nichts" aufeinander und scheitern alle an ihren Liebes- und Arbeitskonzepten. Das konventionell-gebaute Vier-Personen-Stück haben bereits sieben Theaterhäuser auf die Bühne gebracht. Bei den Ruhrfestpielen ist ab Sonntag (26.5.) die Uraufführungsinszenierung aus Frankfurt zu sehen. mehr...
RECKLINGHAUSEN Sebastian Hartmann hat Hans Falladas Roman "Der Trinker" für die Bühne adaptiert: Entstanden ist natürlich kein sentimentales Rührstück, sondern ein bildermächtiger Kunst-Rausch. Die Kooperation vom Centraltheater Leipzig und dem Maxim Gorki Theater Berlin läuft seit Pfingstsonntag bei den Ruhrfestspielen und das Publikum feierte die Recklinghäuser Premiere mit stürmischem Applaus. mehr...
Da ist er wieder, Ulrich Seidl. Der beißend sarkastische Moralist, dessen Filme nur ein Thema kennen: die Misere des Menschen, seine Instrumentalisierung nach Kosten und Nutzen, seine bemitleidenswerten Versuche, sich zu trösten. Mit „Paradies: Hoffnung“ legt Seidl nun den Abschluss seines Familien-Triptychons vor. mehr...
ESSEN John Neumeiers Hamburg Ballett begeisterte am Freitag in der Essener Philharmonie mit kleineren Arbeiten des Meisterchoreografen: drei in den 1970er-Jahren entstandenen Balletten und einer Uraufführung. mehr...
MARL Akrobatik, die mit der Zunge schnalzen lässt. Momente, in denen das Herz aufgeht. Schelmisches, das zum Kichern reizt. Unterlegt mit Elektroklang und mit zärtlichen Balladen. Videos von Industrie-Katakomben aus einer Zukunft ohne Menschen, surreal und leicht beklemmend. mehr...
New York (dpa) Die Verkehrs- und Platzprobleme moderner Großstädte sind nach Ansicht der Stadtarchitektin Meejin Yoon in absehbarer Zeit lösbar - aber nur über Gebühren als Mittel zur Steuerung. mehr...
Gut gegen Böse, Klein gegen Groß, Grün gegen Grau – im Reich der Fantasy ist alles schon einmal da gewesen. Um neue Aufmerksamkeit zu erregen, müssen Format und Mischung stimmen. Beides ist gelungen in der 3D-Version von "Epic". mehr...
MÜNSTER Ignacy Jan Paderewskis Nocturne B-Dur op. 16 Nr. 4 schien sich in den Händen von Jan Lisiecki in flüssiges Gold zu verwandeln. Jede Note träumte vom tiefsten Meerblau, jede Anschlagsnuance von wollüstiger Nostalgie. Lisiecki badete in ätherischen Klängen und das Publikum träumte mit. Für den Schoneberg-Klavierabend des 18-jährigen Shootingstars aus Kanada war die Bühne des H1 mit zusätzlichen Stuhlreihen bestückt worden – ein seltener Fall. mehr...
MÜNSTER Sie funkelt in ihrem hochgeschlitzten Glitzer-Abendkleid wie tausend Diamanten, wirkt schrecklich entblößt im hautfarbenen Hemdchen, steht am Ende blutbesudelt da: Salome macht in der Inszenierung von Georg Köhl eine rasante Metamorphose durch. Und Annette Seiltgen spielt und singt diese strapaziöse Mörderpartie so berauschend, authentisch und aufwühlend, dass sie zu Tränen rührt. In die „Salome“ des Theaters Münster muss man Taschentücher mitnehmen. mehr...
MÜNSTER Statt einer Ausstellung gibt es im Förderverein Aktuelle Kunst (FAK) eine Beerdigung zu sehen. Die ist aber auch ganz unterhaltsam. mehr...
Köln (dpa) Peter Schneiders jüngstes Buch ist eine Reise in die Vergangenheit - in die eigene. «Die Lieben meiner Mutter» erzählt von den Überraschungen, die er erlebt, als er sich mit seiner Kindheit zu beschäftigen beginnt und mit seiner Mutter, die gestorben ist, als erst acht Jahre alt war. mehr...