| Preußen-Feiern zum 300. Geburtstag Friedrich II. |
| am 29. April 2009 17:59 Uhr |
| Das Haus Hohenzollern und die Preußischen Schlösser bereiten sich schon jetzt auf umfangreiche Feiern zum 300. Geburtstag des Preußenkönigs Friedrich II. im Jahr 2012 vor. |
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Unter dem Motto «1000 Tage bis Friedrich» informierten Schlösserchef Hartmut Dorgerloh und Prinz Georg Friedrich von Preußen als Chef des Hauses Hohenzollern im Schloss Charlottenburg in Berlin über Einzelheiten des Programms. Der Preußen-Prinz erinnerte im prunkvollen Goldenen Saal des Schlosses an die Überführung der Särge der Preußenkönige Friedrich II. (1712-1786) und des Vaters Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) bald nach der Wiedervereinigung 1991 von der Burg Hohenzollern nach Sanssouci. Dies habe dem letzten Willen Friedrich des Großen entsprochen. Er sei damals als 14-Jähriger dabei gewesen, sagte der Prinz. «Ich war tief bewegt.» Laut einer Forsa-Umfrage (unter deutschlandweit 1002 Befragten) im April ist Friedrich der Große nur jedem dritten Deutschen ein Begriff. Der Historiker Arnulf Baring meinte, «ohne Friedrich II. gäbe es keine Wiedervereinigung». Wenn Preußen keine Großmacht geworden wäre, hätte es keine spätere Reichsgründung gegeben. Der Dirigent Christian Thielemann erinnerte daran, dass Friedrich der Große mit der Errichtung der Lindenoper auch von besonderer Bedeutung für die Berliner Musikgeschichtegespielt sei. Die Veranstalter des Festprogramms wollen «einen Blick hinter die Maske des Königs und die Fassade des Schlosses werfen». Unter dem Motto «Friederisiko» soll der «Alte Fritz» historisch neu bewertet und befragt werden, kündigte Dorgerloh an. Friedrich sei oft Risiken eingegangen und habe Krisen auch als Chance genutzt. Mittelpunkt der Feierlichkeiten mit Festveranstaltungen, Konzerten (mit Christian Thielemann) und Konferenzen wird das von Friedrich dem Großen erbaute Neue Palais im Park Sanssouci sein. Es ist der letzte und mit rund 300 Räumen größte Schlossbau des Königs in Sanssouci, der 2012 weitgehend restauriert und in Teilen erstmals nach Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Als «Botschafter des Jubiläums» haben sich Repräsentanten aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im «Kuratorium Friedrich 300» zusammengefunden. Dazu gehören neben dem Preußen-Prinz und Schlösserchef Dorgerloh unter anderem der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger sowie sein Vorgänger, der heutige Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, der Historiker Arnulf Baring, der frühere brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) und ZDF-Intendant Markus Schächter. |
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