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Medienhaus Lensing
21.04.2010 11:00 Uhr
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Konzerthaus Dortmund: Tristan eröffnet spektakuläre Saison 2010/11

DORTMUND Mit den besten Orchestern der Welt, großen Stimmen, einem Festival für Bela Bartok und dem neuen Exklusivkünstler Esa-Pekka Salonen startet das Konzerthaus Dortmund in seine neunte Saison. Einen hochkarätigen Spielplan mit vielen Überraschungen hat Intendant Benedikt Stampa heute vorgestellt.Von Julia Gaß

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Auch vor Feuerwänden ringen Tristan und Isolde um Liebe. (Foto: Kira Perov)

In der Pause gibt's iom Konzerthaus jetzt statt Pausen-Sekt Konzerthaus-Milch. In einer eigenen Flaschen-Edition der Agentur Jung v. Matt aus Hamburg, mit neun Namen von Stars auf dem Etikett. Passend dazu milchweiß ist die neue Saisonbroschüre des Konzerthauses.

Der Film („Schmecken Sie Musik wie nie zuvor“) wurde im Kuhstall gedreht; ähnlich glücklich wie die Kühe werden die Besucher der 100 Eigenveranstaltungen sein. Intendant Benedikt Stampa (Foto 1) hat für seine fünfte Saison und neunte des Hauses einen spektakulären Spielplan entwickelt. Alle 15 Abo-Reihen hat er aufgewertet. Auch die Weltmusik-Nische, in denen Nigel Kennedy auf die Klezmerband Kroke stößt, die Jazznächte, bei denen Nils Landgren zu Gast ist, die Chansonreihe, in der Schauspieler Ulrich Tukur auftritt und den Orgelzyklus mit Show-Organist Cameron Carpenter.

Expedition Salonen

Mit einem Paukenschlag, der „Expedition Salonen“, beginnt vom 14. bis 17.9. die Saison: Wie berichtet dirigiert der neue Exklusivkünstler, Esa-Pekka Salonen (Foto 2), die einzige Aufführung von Peter Sellars „Tristan“ mit Videos von Bill Viola in Deutschland. „Ein Meilenstein der modernen Regie. Für unser Ansehen ist das ein Quantensprung“, so Stampa.

Im Bereich konzertanter Oper verstärkt das Haus sein Engagement: Außer „Tristan“ stehen Puccinis „Suor Angelica“ mit Nelsons (20.5.), Verdis „Otello“ mit Harding und Ben Heppner als Otello (6.10.) und Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ (21.1.) auf dem Spielplan. Bartok widmet das Konzerthaus die zweite Zeitinsel, die von Dirigent Ivan Fischer, dem führenden Bartok-Experten, mitentwickelt wurde und in fünf Konzerten wichtige Werke des Ungarn bietet.

Orchester sind Flaggschiffe

Die großen Orchester sind weiter Flaggschiffe des Dortmunder Hauses. Die Berliner Philharmoniker geben am 24. Januar ihr Debüt in Dortmund  mit Seiji Ozawa am Pult und Anne-Sophie Mutter als Solistin.
 
Es gibt wieder drei Orchesterreihen:  Den Orchesterzyklus 1 eröffnet Esa-Pekka Salonen mit seinem London Philharmonic Orchestra 1m 14.9., es folgen die Münchner Philharmoniker mit Thomas Hengelbrock (17.12.), die Academy of St Martin in the Fields mit Sir Neville Marriner (13.1.), das Budafest Festival Orchestra mit Ivan Fischer (22.1.) und Daniel Harding mit dem Mahler Chamber Orchestra als Residenzorchester in NRW (24.5.). Der Concentus Musicus Wien mit Nikolaus Harnoncourt beschließt am 8.6. die Reihe.

Orchesterzyklus 2

Der Orchestezyklus 2 bietet das Philharmonia Orchestra mit Esa-Pekka Salonen (16.9.), das WDR Sinfonieorchester Köln unter Jukka-Pekka Saraste (6.11.), das Gewandhausorchester Leipzig mit seinem Chefdirigenten Riccardo Chailly (1.12.), das Budapest Festival Orchestra mit Iván Fischer (19.1.), das Mahler Chamber Orchestra  mit Jungstar Robin Ticciati und Pierre-Laurent Aimard als Klaviersolist (19.3.) sowie das London Philharmonic Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin (8.4.).

Symphonie um 4
 
Im Orchesterzyklus 3, „Symphonie um Vier“, sind das Helsinki Philharmonic Orchestra mit John Storgårds und Solistin Sol Gabetta (31.10.) zu Gast sowie die Ungarische Nationalphilharmonie mit Zoltán Kocsis (20.2.),  Marc Musiciens du Louvre·Grenoble (3.4.) und das Finnish Radio Symphony Orchestra mit Sakari Oramo (8.5.)

Zeitinsel für Salonen und Bartok

Mit einer "Zeitinsel", einem dreitägigen Festival stellt sich der finnische Star-Dirigent Esa-Pekka Salonen am 14., 16. und 17. September vor. Im Mittelpunkt steht die Aufführung von Wagners "Tristan" in der Regie von Peter Sellars mit den spektakulären Videos von Bill Viola. Eine weitere Zeitinsel widmet sich Bela Bartok, dessen Werk  in fünf Konzerten, unter anderem "Herzog Blaubarts Burg", beleuchtet wird. Und auch Komponist  und Dirigent Pierre Boulez ist zu Gast in Dortmund. Er kommt mit dem Mahler Chamber Orchestra.

Mit Stars ist der neue Spielplan, für den es wieder einen Saisonfilm gibt,  reich gespickt: Neben Anne-Sophie Mutter, die außerhalb der Abos am 24.1. mit den Berliner Philharmonikern spielt, sind Wagner-Tenor Ben Heppner und Counter-Tenor-Star Philippe Jaroussky zu Gast sowie Pianistin Hélène Grimaud und viele andere Meisterpianisten, unter anderem Lars Vogt.

Weltmusik, Jazz, acht Konzerte mit den "Jungen Wilden" und Liederabende ergänzen den vielfältigen Spielplan.

Vier Prozent mehr Auslastung

Stampa freut sich besonders auf das Debüt von Harnoncourt mit dem Concentus Musicus (8.6.) und Pianistin Mitsuko Uchida (12. 5.). Auch Rudolf Buchbinder ist als „Meisterpianist“ zu Gast. Viele Stars sind in den Orchesterzyklen und bei Großen Stimmen vertreten, auch Annette Dasch und Counter Philippe Jaroussky. Mit einer Auslastung von 72 % (Plus 4 %) schließt das Konzerthaus diese Saison ab
  • Der Vorverkauf beginnt heute für die Abos und Einzelkarten für Konzerte im nächsten halben Jahr: Tel. (0231) 22 696 200.


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