Museum DKM: Ägyptische Kunst von zeitloser Schönheit
DUISBURG So war ägyptische Kunst im Ruhrgebiet noch nicht zu erleben: 50 Skulpturen, Masken und Gefäße stellt das Duisburger Museum DKM derzeit aus - mit einem spannenden Bezug zur Gegenwart.
Diese faszinierende Totenmaske ist eines von 50 Exponaten, die derzeit im Museum DKM zu sehen sind. (Foto: Hannappel/DKM)
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Der Apis-Stier aus dem fünften Jahrhundert vor Beginn unserer Zeitrechnung hat es Klaus Maas besonders angetan. Die Bronze-Skulptur erinnert den passionierten Duisburger Sammler als Liebhaber zeitgenössischer Kunst an die elementare Wucht der Rinder des Beuys-Lehrers Ewald Mataré.
Hochkarätige Ausstellung
Es ist nicht der einzige spannende Bezug zur Gegenwart in einer hochkarätigen Ausstellung ägyptischer Kunst, die man in der Ruhrregion in solcher Qualität kaum je erleben konnte.
50 Skulpturen, Fragmente von Statuen, Reliefs, Masken und Gefäße haben der Bauunternehmer Maas und der Vermögensverwalter Dirk Krämer für das nach ihren Initialen benannte Duisburger Privatmuseum DKM zusammengetragen. Dort war die Ägypten-Kollektion freilich noch nie zu sehen.
Erlesener Geschmack
Ihre bisher nur im Ägyptensaal des Basler Antikenmuseums präsentierten Leihgabe stellen die beiden Sammler für ein halbes Jahr in Duisburg vor, bevor sie nach Basel zurückkehrt. Schon auf den ersten Blick fällt der erlesene Geschmack der von André Wiese, dem Leiter der ägyptischen Abteilung in Basel, gut beratenen Sammler ins Auge.
Bote aus dem Totenreich
Der zweite Blick überrascht angesichts der zeitlosen, in ihrer Stilisierung modern anmutenden Schönheit der Exponate. Die kecke kleine Kupfer-Spitzmaus mit ausdrucksstarker Schnauze aus der frühen Ptolomäerzeit ist eines der köstlichsten Stücke. Die hölzerne Gesichtsmaske aus dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wirkt wie ein Bote aus dem Totenreich.
Ergänzt wird die Kollektion durch historische Fotos, die ein "Aida"-Ägypten stilisieren, und zeitgenössische Aufnahmen von Ulrich Tillmann und Andreas Gursky.
Museum DKM Duisburg, Güntherstraße 13-15, bis 9. April 2012, Mo und Fr-So 12-18 Uhr und nach Vereinbarung.











