Mittelalter-Schau : "AufRuhr 1225!" zeigt das Ruhrgebiet einer anderen Ära
HERNE Dass die Geschichte des Ruhrgebiets viel mehr zu bieten hat als 100 Jahre Kohle und Stahl, zeigt die größte Mittelalter-Ausstellung die es je im Revier gab, ab Samstag im Herner LWL-Museum für Archäologie.
500 kg wiegen die Silberbarren, die ein Kopfgeld symbolisieren. - Mehr Silber als in Münzen im Umlauf war.
dpa500 kg Silber
Die Exponate kommen aus ganz Europa. Zu den bedeutendsten zählen der goldene Barbarossa-Kopf aus Cappenberg oder die Reliquienbüste Engelberts. Beeindruckend sind auch die rund 500 Kilogramm schweren Silberbarren. Sie symbolisieren 2000 Mark Silber, die als Kopfgeld für die Auslieferung des Mörders nach Köln bezahlt worden sein sollen.
Sich selbst fühlen wie ein Ritter geht übrigens auch: In dem großen Mitmach-Bereich können Besucher Kleidung und Instrumente ausprobieren oder richtig an Geräten schuften - wie damals ohne Strom.
80.000 Besucher in neun Monaten erwartet
- LWL-Museum für Archäologie in Herne: „AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen“ vom 27. Februar bis 28. November, Europaplatz 1, Di/ Mi/ Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr, Sa/ So/Feiertag 11-18 Uhr. Info: Tel. (02323) 946 28 20
- Die Exponate stammen von 140 internationalen Leihgebern. Die Ausstellung hat 1,7 Mio. Euro gekostet. Das Museum erwartet 80 000 Besucher. 250 Führungen seien schon vorab gebucht, so LWL-Direktor Wolfgang Kirsch.
- Zur Ausstellung gibt es einen 600 Seiten dicken Katalog für 24,90 Euro und einen Kurzführer mit rund 120 Seiten für 5,95 Euro.
- Der Wanderführer „Burgen AufRuhr“ stellt 100 sehenswerte Burgen in der Ruhrregion vor und listet auch auf, wo die übrigen im Mittelalter standen. 19,95 Euro.
- Die Ausstellungsmacher werben dafür, sich die Burgen der elf Ausstellungspartner anzusehen, wie das Schloss Cappenberg in Selm.
- www.aufruhr1225.de












