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Medienhaus Lensing
09.03.2010 23:35 Uhr
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Konzerthaus Dortmund: Dirigent Esa-Pekka Salonen ist neuer Exklusivkünstler

DORTMUND Ab Mittwoch verabschiedet sich Fazil Say als Exklusivkünstler vom Konzerthaus Dortmund. Sein Nachfolger steht fest: der finnische Stardirigent und Komponist Esa-Pekka Salonen.Von Julia Gaß

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Dirigent und Komponist Esa-Pekka Salonen wird Exklusivkünstler im Dortmunder Konzerthaus. (Foto: Barda)

Der 51-Jährige gibt den Einstand seiner dreijährigen Residenz mit einem Paukenschlag. Mit der Produktion, die die Musikwelt vor fünf Jahren staunen ließ: Wagners "Tristan", multimedial, mit Live-Musik vor einem spektakulären Film auf der Leinwand, kommt am 17. September ins Konzerthaus. Regisseur ist Peter Sellars, die Bühnengestaltung stammt von Videokünstler Bill Viola, der 2003 mit der Installation "Fünf Engel" im Gasometer Oberhausen begeistert hatte. Gerard Mortier holte diesen "Tristan" 2005 aus Los Angeles an die Pariser Opéra Bastille.

Jetzt kommt er mit riesigem Aufwand nach Dortmund. Es ist die einzige Aufführung in Deutschland. Und nicht die einzige spannende Arbeit von Salonen.

Vorbereitung seit 2008

Anderthalb Jahre hat Intendant Benedikt Stampa die Residenz vorbereitet. Die eine Million Euro teure Konzertserie ist nicht nur das kostspieligste, sondern "nach Wallats Ring" auch das ambitionierteste Vorhaben. "Es ist in meiner Amtszeit das befriedigendste Projekt", sagt Stampa. Möglich wird es durch das große Engagement der RWE als Hauptsponsor, die für die Residenz einen siebenstelligen Betrag zur Verfügung stellt.

"Salonen ist neugierig auf die Menschen hier, er will sie kennen lernen", weiß Stampa: "Er war immer ein besonderer Künstler, aber weit weg in Los Angeles. Er passt als Typ zu uns. Er war unser Wunschkandidat." Im September 2008 hat das Konzerthaus ersten Kontakt aufgenommen. Im April 2009 kam Salonen zurück nach Europa. "Dortmund kannte er nur vom Hörensagen. Ein Vierteljahr später war er schon bestens informiert. Er fand unseren Ansatz spannend, das war der Durchbruch. Er hätte auch Residenzen in Paris oder Mailand haben können. Die hat er abgelehnt", so Stampa, "wir bieten ihm die Plattform eines hungrigen Konzerthauses und Publikums."

Internationales Niveau

Musik und Musikvermittlung "auf höchstem internationalen Niveau" verspricht er. "Salonen ist kein Künstler, den man nur aus der Ferne sieht", sagt Stampa und denkt auch über eine Kompositionsplattform im Internet nach.



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