Bochumer Künstler: Gonschior ist tot - Farbe auf den Punkt gebracht
BOCHUM Der Bochumer Künstler Kuno Gonschior (74) ist tot. Mit ihm verliert die internationale Kunstwelt einen Maler, der wie kaum ein anderer die Farbe beherrschte. Aber das Ruhrgebiet verliert auch einen bescheidenen und fröhlichen Menschen, ohne den die Kunstszene künftig viel ärmer sein wird.
Kuno Gonschior (Foto: von Wangenheim)
Professor für Malerei und Mitglied der Künstlergruppe B 1
Im Elfenbeinturm lebte Gonschior übrigens nicht. Als Professor für freie Malerei an der Berliner Hochschule der Künste prägte er ganze Studenten-Generationen. Als Mitglied der Künstlergruppe B 1 schuf er die bekannten farbigen Lärmschutzwände entlang der Autobahn 43.
Große Ausstellungen würdigten sein Schaffen
Große Ausstellungen würdigten noch zuletzt sein Schaffen. Im Kunstmuseum Bochum bemalte er eine ganze Wand, die Duisburger Küppersmühle widmete ihm 2008 eine großartige Retrospektive. "Ich bin beim Malen ganz high", erklärte er damals mit Humor. Die Malerei erlebe er immer noch als Rausch des Schaffens.












