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Medienhaus Lensing
08.01.2010 19:05 Uhr
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"Komm zur Ruhr": Grönemeyers Hymne für die Heimat bejubelt

ESSEN Den Kopf fast demütig gesenkt taucht Herbert Grönemeyer hinter dem Chor auf. Applaus brandet auf. Auf seinen Auftritt haben bei der Generalprobe für den Festakt auf Zollverein alle gewartet. Er präsentiert die Hymne "Komm zur Ruhr" zum ersten Mal.Von Karin von Cieminski

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Herbert Grönemeyer präsentierte bei der Generalprobe für die Eröffnungsfeier seine neue Ruhrgebietshymne. (Foto: dpa)

Der Sänger haucht ein „Danke“ ins Mikrofon, bevor er die Hymne für das Ruhrgebiet anstimmt. Seitdem bekannt wurde, dass Grönemeyer das Lied für die Kulturhauptstadt schreibt, waren alle unglaublich gespannt, mit welchen Worten der Bochumer sein Revier beschreibt. Hat die Komposition das Zeug zum Ohrwurm? Der Text wird sogar auf den modernen LED-Bildschirmen hinter der Bühne eingeblendet: Warmherzige, knackige Beschreibungen, die der Heimat gerecht werden. Eingebettet in peppige Klänge. Grönemeyers bescheidener Gesichtsausdruck weicht einem verschmitzten.

Mitfiebern in der Kälte

Die Band zupft, trommelt und rockt, dass die dick eingepackten Zuschauer auf den Rängen nicht nur der Kälte wegen mitfiebern. Grönemeyer hat sich auch warm gelaufen, fegt über die Bühne und flirtet mit dem Publikum, wie man es nicht anders von ihm gewohnt ist. Die eisige Kälte scheint ihm nichts auszumachen.

Dabei wirkt seine lässige Garderobe nicht gerade wärmend. Vielleicht überlegt er es sich bis zum Festakt heute um 15.30 Uhr noch mal. Er trägt Jeans und Trekkingturnschuhe, unter der geöffneten Jacke blitzt der Pulli hervor. Ein Schal wärmt die Stimmbänder. Die lassen den Text aus voller Überzeugung erschallen.

Spaß an der Hymne

Grandios, die Ausstrahlung des Stars und der imposante Anblick von Band und Chor. Effektvoll das Spiel der Bochumer Symphoniker aus der „ersten Etage“ der Kokerei, bloß leider etwas versteckt.

Grönemeyer, der die Anfrage von Ruhr.2010 für die Hymne zunächst abgelehnt hatte, hat richtig Spaß an ihr. Die letzte Zeile verhallt, die Zuschauer toben. „Komm zur Ruhr“ kann man nicht widerstehen.  


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