Klassikerverfilmung: Robert Downey jr. ist ein starker "Sherlock Holmes"
Der Meisterdetektiv aus der Baker Street bekommt es in Guy Ritchies Filmversion von "Sherlock Holmes" mit einem Hexenmeister zu tun: Bei einer satanischen Messe fallen Sherlock Holmes (Robert Downey jr.) und Dr. Watson (Jude Law) dem schwarzen Abt gerade noch in den Arm, bevor er die Jungfrau meucheln kann.
Sherlock Holmes (Robert Downey jr.) ist Hinterhof-Boxkämpfen nicht abgeneigt. (Foto: Warner Bros.)
Und seine rechte Hand, Dr. Watson, ist alles andere als der Einfaltspinsel und Stichwortgeber früherer Filme. Nein, die Herren sind ein Gespann auf Augenhöhe, trotz sarkastischer Wortgefechte und gelegentlicher Differenzen ein eingespieltes Team. Robert Downey jr. und Jude Law verkörpern die beiden mit souveräner Lässigkeit, mit Witz und Ironie, so dass man vermuten darf, die Chemie zwischen ihnen müsse unbedingt gestimmt haben. Ein Späßchen, sie in ihren Rollen aufgehen zu sehen.
Düsteres London wie in "From Hell" Mit Holmes' aparter Ex-Gespielin Irene (Rachel McAdams) beteiligt sich noch eine Dritte an der Jagd nach dem Schwarzmagier Blackwood, die zu den Freimaurern führt und in die Eingeweide des viktorianischen London, die so schmuddelig und düster zuletzt in "From Hell" zu sehen waren.Natürlich bleibt sein Grips Holmes' stärkste Waffe, aber Ritchie stellt den Logiker vom Kopf auf die Füße, katapultiert ihn in einen Strudel von Gewalt und handfester Action. Die Werte für Tempo und Spannung liegen hoch, augenzwinkernde Slapstick-Prisen sorgen für kleine Verschnaufer.
Tonsetzer Hans Zimmer arbeitet wirkungssicher mit dräuendem Streicher-Moll, mit Folk-Fiedeln und einem Banjo-Motiv wie von Ennio Morricone. Für die Kinogänger ein Vergnügen und für Guy Ritchie sehr wahrscheinlich die Rückkehr in die Erfolgsspur.












