Fantasyfilm: Schüler ist Halbgott in „Percy Jackson – Diebe im Olymp“
Wie soll man das nennen? Eklektizismus? Fantasy-Cocktail? Mythen-Verwurstung? Ein Teenager erfährt, dass er ein Halbgott ist, Sohn des Poseidon. Dass es eine Welt hinter dem schnöden Alltag gibt, in der altgriechische Götter sich bekriegen. Tausche Highschool gegen Hades!
Logan Lerman spielt den Percy Jackson. (Foto: Twentieth Century Fox)
Halbgott-Aura
Fünf Bücher um Percy Jackson hat US-Autor Rick Riordan geschrieben, drei sind ins Deutsche übersetzt worden. Percy (Logan Lerman) ist ein Schüler, der sich mit Lese-schwäche plagt und einem Kotzbrocken von Stiefvater. Percys Mutter hat sich den Kerl angelacht, weil sein Körpergeruch (!) Percys Halbgott-Aura übertüncht. Unfreiwillig komisch.
Jetzt hat Göttervater Zeus (Sean Bean) doch Wind von Percy bekommen. Er schickt den Minotaurus und verlangt seinen Herrscher-Blitz zurück. Percy versteht nur Bahnhof und flüchtet ins Trainingslager für seinesgleichen: ein Hogwarts der Halbgötter, ein Mutanten-Internat wie bei den X-Men.
Kampf-Amazone
Percy trifft eine puppengesichtige Kampf-Amazone à la „Xena“ und einen bocksfüßigen Satyr. Zu dritt wollen sie Zeus die Stirn bieten. Es lauern die Medusa (Uma Thurman), die Hydra mit den vielen Köpfen, die Spaßfalle Las Vegas. Vorbei an Charon und Zerberus steht Percy in der Unterwelt. Nassforsch Hellenisches nach Hollywood verfrachtet, verquirlt mit halbstarker Omnipotenzfantasie, abgeschmeckt mit AC/DC und Lady Gaga. Fertig ist die Instantsuppe, Mythen in Tüten. Wie banal Erfolgsrezepte doch sein können!












