"Komm zur Ruhr": Grönemeyers Hymne für die Heimat bejubelt
ESSEN Den Kopf fast demütig gesenkt taucht Herbert Grönemeyer hinter dem Chor auf. Applaus brandet auf. Auf seinen Auftritt haben bei der Generalprobe für den Festakt auf Zollverein alle gewartet. Er präsentiert die Hymne "Komm zur Ruhr" zum ersten Mal.
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Mitfiebern in der Kälte
Die Band zupft, trommelt und rockt, dass die dick eingepackten Zuschauer auf den Rängen nicht nur der Kälte wegen mitfiebern. Grönemeyer hat sich auch warm gelaufen, fegt über die Bühne und flirtet mit dem Publikum, wie man es nicht anders von ihm gewohnt ist. Die eisige Kälte scheint ihm nichts auszumachen.
Dabei wirkt seine lässige Garderobe nicht gerade wärmend. Vielleicht überlegt er es sich bis zum Festakt heute um 15.30 Uhr noch mal. Er trägt Jeans und Trekkingturnschuhe, unter der geöffneten Jacke blitzt der Pulli hervor. Ein Schal wärmt die Stimmbänder. Die lassen den Text aus voller Überzeugung erschallen.
Spaß an der Hymne
Grandios, die Ausstrahlung des Stars und der imposante Anblick von Band und Chor. Effektvoll das Spiel der Bochumer Symphoniker aus der „ersten Etage“ der Kokerei, bloß leider etwas versteckt.
Grönemeyer, der die Anfrage von Ruhr.2010 für die Hymne zunächst abgelehnt hatte, hat richtig Spaß an ihr. Die letzte Zeile verhallt, die Zuschauer toben. „Komm zur Ruhr“ kann man nicht widerstehen.












