Tragikomödie: Coen-Brüder schaffen mit "A Serious Man" einen unvergleichlichen Film
Die Coen-Brüder Ethan und Joel haben mit ihren grotesken Filmen – angefangen von „Fargo“ bis hin zu „No Country for Old Men“ – schon so manches Genre bereichert. „A Serious Man“ (Ein seriöser Mann) scheint hingegen in keine herkömmliche Sparte zu passen.
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Während die Band Jefferson Airplane die Gehörgänge und das Gefühlsgebäude des kiffenden Sohnes und Bar-Mizwa-Kandidaten durchfegt, leidet das Leben des Vaters immer stärker unter einer emotionalen Verstopfung. Larry ist Physik-Professor. Da regiert die exakte Mathematik und nicht das unbestimmte Gefühl.
Pechfolge wie in absurdem Theater
Aber das Leben ist nicht logisch, und entsprechend schwer fällt es dem seriösen Mann, auf den Bestechungsversuch eines koreanischen Studenten, das Scheidungsbegehren seiner gläubigen Frau, den Juden-Hass seines schießwütigen Nachbarn und den Anblick der sonnenbadenden, nackten Nachbarin zu reagieren.
Als ob das bei ihm nicht schon genug Verwirrung stiftet, verwickeln ihn die Coens auch noch in einen Autounfall und bescheren ihm einen unklaren medizinischen Befund. Schließlich steht sogar sein Job auf dem Spiel. Und kein Rabbi hat einen wirklich guten Rat parat.
Die Heimsuchung hat in seiner deprimierenden Menge schon etwas von absurdem Theater, und man ertappt sich immer wieder in der stillen Hoffnung, dass endlich Woody Allen um die Ecke schauen möge, um das ganze Drama mit einem intellektuellen Witz zum Einsturz zu bringen. Aber es bleibt ernst.









