Kluger Kinofilm: George Clooney als Hiobsbote in "Up In The Air"
Ach, George Clooney! Der Schönste, der Smarteste, der Beste. Mag Richard Gere noch so viele Goldene Kameras einheimsen, Clooney hat ihm längst den Rang abgelaufen. In puncto Starnimbus und Sexaura, und weil er die relevanteren Filme macht. Jetzt ist Clooney in Jason Reitmans "Up In The Air" zu sehen.
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Klar, sein Mitgefühl bleibt in den Bahnen routinierter Kopf-hoch-Floskeln, aber Bingham hat eine Grundsensibilität für die Würde seiner Klienten, die ihn fast schon integer aussehen lässt.
Gewissensbisse sind ihm fremd
Aber eben nur fast. Bingham nämlich mag den Job. Gewissensbisse sind ihm fremd. Er genießt das Leben aus dem Koffer. Flieger und Flughafen sind sein liebstes Habitat, die Platinkarte eines Meilenkönigs der Lüfte ist sein erklärtes Ziel. Vor Geschäftsleuten hält er Vorträge über das Leben mit leichtem emotionalem Gepäck. In jedem Hafen eine Braut. So gesehen ist die Affäre mit Alex (Vera Farmiga) ideal für Bingham. Stelldichein im Hotel, guter Sex. Keine Bindung, keine Probleme.
Am Ende wird Bruder Leichtfuß den Preis zahlen für sein Jetsettertum durch die Betten. "Up In The Air" projiziert die vielzitierte Globalisierung in die Heimatlosigkeit einer rastlosen Seele, die sich von Amerikas Krise nährt. Der Vielflieger als zeitkritische Metapher.
Ohrfeige für Effizienz-Denker in Chefetagen Es klingt plump zeigefingernd, ist aber absolut elegant in den filmischen Subtext versenkt. Wie auch die Ohrfeige für Effizienz-Denker in Chefetagen: Binghams Kollegin (Anna Kendrick) fordert Kündigungen per Webcam. Geht es noch zynischer? - Wieder ein brillanter, kluger Film von Jason Reitman ("Juno", "Thank You For Smoking"). Bundesstart: 4. Februar.








