Tonaufnahme von Bertha von Suttner entdeckt
Wien (dpa) Auf einem Tonzylinder aus dem Jahr 1904 befindet sich die wahrscheinlich einzige Stimmaufnahme der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner.
Die österreichische Pazifistin und Schriftstellerin Bertha von Suttner (undatierte Aufnahme). Foto: dpa (Foto: dpa)
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Durch einen Tagebucheintrag und weitere Recherchen konnte das Tondokument der Friedensforscherin und Schriftstellerin zugeordnet werden. Es handle sich «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Bertha von Suttner», sagte die Leiterin der Österreichischen Mediathek, Gabriele Fröschl, der Nachrichtenagentur APA.
Unter tausenden Tondokumenten aus einer privaten Sammlung befanden sich neben zahlreichen Schellackschallplatten auch einige historische Tonzylinder, auf denen Stimmen mit Hilfe einer Membran und einer ritzenden Nadel festgehalten werden konnten.
Ein Zylinder war betitelt als «Gespräch von Tante Boulotte». Bertha von Suttner verwendete den Spitznamen «Tante Boulotte» und publizierte auch unter dem Pseudonym «B. Oulot». Bertha von Suttner wurde 1843 in Prag geboren und starb 1914 in Wien.
Die Experten wurden bei den Recherchen in ihrem Tagebuch fündig. Von Suttner schrieb an dem Tag, auf den die Walze datiert ist: «Ich spreche in das Grammophon.» Auch der Ort des Tagebucheintrags (Ebenfurth in Niederösterreich) stimmt demnach überein. Die Walze stammt zudem tatsächlich aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts.
Auf der Originalaufnahme des Wachszylinders ist die Stimme kaum hörbar. Die Österreichische Mediathek hat die Aufnahme digitalisiert, tontechnisch aufbereitet und im Internet veröffentlicht. Nun bittet sie um Mithilfe bei der Entschlüsselung des Dokuments.
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