Kino: "Jack and Jill": Al Pacino liebt Adam Sandler
Es gibt gute und schlechte Komödianten - und es gibt die Komik von Adam Sandler. Die ist sehr speziell, spielt sich gewöhnlich auf niedrigem Level ab, ist angefüllt mit jeder Menge Fäkalhumor und peinlichen Flachwitzen - und scheint dennoch immer wieder ihre speziellen Liebhaber zu finden. So ist es auch in Sandlers neuester Klamotte "Jack und Jill".
Adam Sandler spielt beide Hauptrollen seines neuesten Klamauks "Jack and Jill". (Foto: Verleih)
Jack spielt einen betuchten Werbefilmregisseur, der am Jahresende immer vor demselben Problem steht: Stets zu Thanksgiving kommt seine unverheiratete Schwester Jill vorbei, eine Nervensäge, die nur schwer zu ertragen ist, ein Mannweib mit derbem Auftreten und einem Intelligenzquotienten an der Grenze zur Schwachsinnigkeit. Aber eben auch eine Frau mit Gefühlen.
"Gebärmutter-WG"
Die verbirgt sie jedoch am Anfang recht gut unter ihrer üppigen Oberweite, an die sich unter anderem Pacino heranmacht. Natürlich kommt es wieder zum Streit zwischen den Geschwistern aus der „Gebärmutter-WG“ (Zitat). Den dürfen wir uns auf diversen Festen und auf einem Kreuzfahrtschiff anschauen.
Dazwischen bettelt Sandler mit Obszönitäten und tiefen Frequenzen aus der Magengegend um Lacher. Die Versöhnungsszene gerät zur moralinsauren Tränendrüsenattacke. Bis endgültig klar wird: Das ist gar keine Komödie, sondern eine Beleidigung des Zuschauers – und die entzieht sich an dieser Stelle der gewohnten Bewertung











