Ruhr.2010: Die Eröffnung der Kulturhauptstadt - ein Wintermärchen
ESSEN Die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 ist eröffnet. Das Schneetreiben war so dicht wie die Eröffnungsfeier gelungen. Einen fantastischen, vielfältigen, bunten und bewegenden Festakt haben die Menschen im Ruhrgebiet und an den Fernsehschirmen zum Start der Ruhr.2010 am 9. Januar erlebt.
Bundespräsident Horst Köhler sagte, die Wahl einer ganzen Region als Kulturhauptstadt Europas sei eine Premiere in der 25-jährigen Geschichte dieser Auszeichnung. (dpa)
Tatsächlich schneite es ununterbrochen während der Eröffnungsfeier. Die 1200 geladenen Gäste hüllten sich sofort in die Plastikumhänge, die auf den Sitzen bereit lagen und in den Farben der Ruhr.2010 gehalten waren - ein farbenfrohes Bild für die zehn Fernsehkameras, die die Veranstaltung live und mit großem Aufwand übertrugen. Die meisten der frierenden und zitternden Gäste waren dankbar, dass sich die drei hochkarätigen Redner kurz fassten und sehr sympathische, pointierte Reden hielten. "Kultur ist eine alles gestaltende Kraft", sagte Horst Köhler, der sich mit einem Hut vor dem Wetter schützte. "Kultur hilft, die Würde zu behalten und den Wandel zu bewältigen." Der Kulturhauptstadt wünschte er ein "herzliches Glück auf".
- ForumIhre Meinung zur Eröffnungsfeier
- ArtikelDick vermummte Prominenz auf dem
- Live-TickerRuhr.2010-Eröffnung
- ÜbersichtDas Programm des Kulturfestes auf Zollverein
- ServiceSo reisen Sie am besten an
- HintergrundKulturhauptstädte: Essen, Pécs und Istanbul
- TickerLive von der Twitterwall in Essen
- Grönemeyers HymneDer Text von Komm zur Ruhr
- FotostreckeGeneralprobe der Eröffnung
- FotostreckeEröffnung der Ruhr.2010
Für Jürgen Rüttgers ging ein Traum in Erfüllung
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagte, ein Traum gehe in Erfüllung. "Europas neue Metropole Ruhr ist europäische Kulturhauptstadt. Wir in Nordrhein-Westfalen sind stolz darauf." Er wies besonders auf die "Kreativquartiere" hin - Orte für Künstler, die bald in ganz NRW entstehen sollen. 15 Millionen Euro gibt das Land NRW dafür aus.
Grönemeyer war der bewegende Höhepunkt
Absoluter Höhepunkt war wie erwartet der Auftritt von Herbert Grönemeyer. Es gab wohl niemanden im Publikum, den die neue Ruhrgebiets-Hymne nicht tief bewegte.
"Ich habe größte Hochachtung vor allen, die mitgemacht haben", sagt Gil Mehmert, der in Werne zur Schule gegangen ist, nach der Show. Auch die Ruhr.2010-Geschäftsführer Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt bedankten sich zum Schluss sichtlich bewegt bei den Künstlern.












