Hintergründe und Rückblick
Opels langer Weg
Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum. mehr...
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BERLIN Die Bundesbürger gehen immer häufiger zum Arzt, werden aber oft in wenigen Minuten abgefertigt. Im Schnitt suchte jeder gesetzlich Versicherte 18,1 Mal im Jahr einen niedergelassenen Arzt auf, wie aus dem Barmer GEK Arztreport hervorgeht. Darüber sprachen wir mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (Foto: dpa)
Lauterbach: Es gibt viele Bagatelldiagnosen, die die Menschen sehr verunsichern. Andere Diagnosen wurden nie gesichert. Die Lebensqualität der Patienten verschlechtert sich, wenn sie glauben, an vielen Krankheiten zu leiden. Auch die Ärzte sind durch das System benachteiligt. Kein niedergelassener Arzt hält Fließbandmedizin für richtig. Jeder will mehr Zeit für den Patienten. Wir brauchen einen Systemwechsel, bei dem der Arztbesuch besser vergütet, die Zahl der Arztbesuche aber auf das Nötige und Sinnvolle beschränkt wird.
Die SPD hat jahrelang die Gesundheitsministerin gestellt. Warum ist die von Ihnen geforderte Reform nicht längst umgesetzt?
Die Praxisgebühr von zehn Euro hat anscheinend den Trend zu Arztbesuchen nicht aufhalten können?
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