Hintergründe und Rückblick
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Düsseldorf/München Im Streit um den Länderfinanzausgleich wird der Ton schriller. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) warf der bayerischen Landregierung am Montag bewusste Täuschung vor. Die hatte zuvor die Finanzpolitik NRWs als "unsolide und unsolidarisch" kritisiert.
Finanzminister Walter-Borjans (SPD). (dpa)
„Die Vorwürfe aus Bayern sind eine arglistige Täuschung“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Die wissen ganz genau, dass sich der Länderfinanzausgleich an der Steuerkraft der Länder berechnet - also daran, was die Länder einnehmen und nicht danach, wofür die Regierungen das Geld ausgegeben.“ Bayern - wie auch Hessen - will seine Zahlungen über eine Reform des Länderfinanzausgleichs deckeln und moniert, das System belohne auch Länder, die nicht sparten.
Bayern wirft NRW unsolide Finanzpolitik vor
Der Münchner Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) warf Nordrhein- Westfalen vor, seiner Verantwortung für eine generationengerechte Finanzpolitik in keiner Weise gerecht zu werden. „Wer neue Schulden aufnimmt, statt alte Schulden zu tilgen, verschenkt Gestaltungsspielräume künftiger Generationen. Eine solche Finanzpolitik ist unsolide und unsolidarisch.“ Walter-Borjans plant für das laufende Jahr neue Kredite in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro ein.
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