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Medienhaus Lensing
11.01.2011 13:26 Uhr
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Erneuerbare Energien: Wohnungswirtschaft warnt vor zu teurem Klimaschutz

DÜSSELDORF Die nordrhein-westfälische Immobilienwirtschaft hat die rot-grüne Landesregierung vor unrealistischen Klimaschutzgesetzen gewarnt. Eigentümer würden von Bund, Land und EU zunehmend mit nicht mehr finanzierbaren Vorgaben überzogen.dpa

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Die Immobilienwirtschaft in NRW warnt vor nicht finanzierbaren Klimaschutzgesetzen. (Foto: Witte)

Das kritisierte der Verbandsdirektor der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft NRW, Alexander Rychter, am Dienstag in Düsseldorf. Die rot-grüne Koalition plane, erneuerbare Energien nicht nur für Neubauten vorzuschreiben, wie es Bundesrecht ist, sondern eine Länderöffnungsklausel zu nutzen, um erneuerbare Energien auch im Wohnungsbestand zur Pflicht zu machen. Zwar habe die Minderheitsregierung ihre Ankündigungen im Koalitionsvertrag bislang noch nicht in ein Gesetzesvorhaben gegossen, die Immobilienwirtschaft wolle aber frühzeitig warnen.

Immobilienverband Deutschland West: Nicht bezahlbar

„Ein privater Eigentümer kann das nicht bezahlen - selbst der Staat nicht“, sagte der Vorsitzende des Immobilienverbands Deutschland West, Ralph Pass. „Die Ziele müssen erreichbar sein.“ Das geplante sogenannte Erneuerbare-Wärme-Gesetz NRW mache Gebäudemodernisierungen so teuer, dass das zur Verfügung stehende Geld nur noch wenigen Objekten zugutekommen könne. „Es würde weniger CO2 eingespart als ohne Gesetz“, argumentierte Rychter. Sinnvoller sei es stattdessen, sich auf Energiesparen im Wohnungsbestand zu konzentrieren.

Weniger Förderung im sozialen Wohnungsbau

Die Immobilienverbände kritisierten zudem, dass die Landesregierung den sozialen Wohnungsbau in diesem Jahr nur noch mit 800 Millionen Euro fördern will. Davon sind 200 Millionen Euro für die energetische Sanierung älterer Wohnungen vorgesehen. Die bislang angesetzte Summe von rund einer Milliarde Euro jährlich sei mindestens nötig, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Falk Kivelip. Gerade jetzt seien zusätzliche Investitionen notwendig, weil viele Mietpreisbindungen aus den 60er Jahren auslaufen.


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