Gewaltverbrechen: Familie findet Leichenteile einer Frau in einer Tasche

Ostbevern/Warendorf Grausiger Fund im Münsterland: Eine Familie hat auf ihrem Sonntagsspaziergang in Ostbevern eine Tasche mit Leichenteilen entdeckt. Nach der Obduktion steht fest: Der rechte Arm und und das rechte Bein gehörten zum Körper eine Frau, „die am Sonntag getötet worden ist“, sagte der münstersche Oberstaatsanwalt Heribert Beck am Montag.

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  • Eine Karte mit einer 1 steht am in Ostbevern (Kreis Warendorf) am Fundort, wo am 22.04.2012 eine Tasche mit Leichenteilen gefunden wurde.

    Eine Karte mit einer 1 steht am in Ostbevern (Kreis Warendorf) am Fundort, wo am 22.04.2012 eine Tasche mit Leichenteilen gefunden wurde. Foto: Caroline Seidel (dpa)

  • Ein Hundeführer und ein Leichenspürhund suchen am Montag (23.04.2012) in Ostbevern (Kreis Warendorf) in der Nähe des Fundortes, wo am 22.04.2012 eine Tasche mit Leichenteilen gefunden wurde.

    Ein Hundeführer und ein Leichenspürhund suchen am Montag (23.04.2012) in Ostbevern (Kreis Warendorf) in der Nähe des Fundortes, wo am 22.04.2012 eine Tasche mit Leichenteilen gefunden wurde. Caroline Seidel (dpa)

  • In dieser Tasche steckten die Leichenteile.

    In dieser Tasche steckten die Leichenteile. Foto: Polizei

Am Fundort, der kleinen Bauerschaft Überwasser bei Ostbevern, suchten die Ermittler am Montag nach dem Rest des Körpers. „Wir gehen davon aus, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel“, so Beck. Die Identität der Frau sei noch ungeklärt. Die Rechtsmediziner fanden bei der Obduktion leichte Altersflecken auf dem Handrücken, „wir gehen also davon aus, dass die Getötete nicht mehr ganz jung war“. Die Rechtsmediziner stellten anhand der Leichenstarre auch fest, dass die Frau wohl 10 bis 15 Stunden vor der Obduktion ermordet wurde. Beck: „Wir gehen davon aus, dass die Unbekannte am Sonntag getötet wurde.“ Der rechte Arm und das rechte Bein seien mit einem stumpfen Messer vom Körper abgetrennt worden.

Geteerter Wirtschaftsweg

Auf einem geteerten Wirtschaftsweg hatte eine Familie aus der Gegend von Ostbevern die Leichenteile gefunden. Vater, Mutter und zwei Kinder unternahmen einen Sonntagsspaziergang. An einem Gebüsch, das den Wirtschaftsweg vom Acker trennten, sah die Mutter laut Beck eine Sporttasche stehen. „Aus der Tasche ragte eine Hand und ein Fuß“, sagte der Oberstaatsanwalt. Die Frau habe ihren Mann auf die Tasche aufmerksam gemacht, die Familie habe den Anwohner eines in der Nähe liegenden Gehöfts alarmiert. Der sei näher an die Tasche herangegangen „und kam zu dem Schluss: Ja, das ist eine menschliche Hand“.

Obduktion in Münster

Die Polizei sei alarmiert worden, die Beamten hätten die Sporttasche geöffnet und ein komplettes rechtes Bein – „von der Hüfte bis einschließlich Fuß“ – und einen rechten Arm – vom Schulterblatt samt Hand – entdeckt. Die Leichenteile wurden zur Obduktion nach Münster gebracht. Hier wurde auch eine Mordkommission eingesetzt.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Sporttasche erst kurz bevor die Familie sie entdeckte an dem Wirtschaftsweg abgestellt worden ist.

Die Polizei sucht zurzeit in Ostbevern und Umgebung mit Leichenspürhunden nach dem restlichen Körper der Frau. Am Fundort sollten Fährtenhunde auch möglichen Spuren folgen. Ein Hubschrauber wurde bei der Suche eingesetzt. Beck betonte, es sei auch möglich, dass der Täter die Leichenteile an verschiedenen Orten abgesetzt habe.

 
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Autor
Susanne Linnenkamp
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    23. April 2012, 08:24 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 12:43 Uhr
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