Tarifkonflikt: Streik an Flughäfen verursacht Ausfälle und Verspätungen

NRW Durch den Streik an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen kommt es bereits am frühen Morgen zu Flugausfällen und Verspätungen. Die Gewerkschaft Verdi hatte am Montag zu den Streiks an mehreren Flughäfen des Landes aufgerufen.

  • An den NRW-Flughäfen muss mit Behinderungen gerechnet werden.

    An den NRW-Flughäfen muss mit Behinderungen gerechnet werden. Foto: dpa


Annulliert sind in am Flughafen Düsseldorf mehrere Inlandsflüge der Lufthansa nach München bzw. Frankfurt. Auch am Flughafen Münster/Osnabbrück wurden Flüge nach Frankfurt und München gestricken.

Vor allem im Bereich des Gepäckabfertigung, der Technik und der Busdienste werde es zu Arbeitsniederlegungen kommen, hatte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer am Montag angekündigt. Dies werden sowohl die Abfertigung von Fracht als auch von Gepäck erheblich beeinträchtigen.

Beeinträchtigungen in Köln/Bonn, Düsseldorf und Dortmund

Von Streiks unmittelbar betroffen sein werden laut Isemeyer die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund. Die Gewerkschaft geht auch davon aus, dass es am Flughafen Münster/Osnabrück zu Aktionen kommen werde und die Auswirkungen der Streiks an den anderen deutschen Flughäfen deutlich spürbar würden. Am Flughafen Köln-Bonn wird bereits ab 0 Uhr die Be- und Entladung der Frachtmaschinen bestreikt. Später wollen dann auch die Gepäckabfertigung, Bodenverkehrsdienste, Technik, Sicherheit und Verwaltung sowie die Tarifbeschäftigten der Bundespolizei bis 10 Uhr die Arbeit niederlegen. Verdi rechnet in der Nacht und am Morgen mit mehreren Flugausfällen im Fracht- und Passagierbereich.
    
In Düsseldorf hat die Gewerkschaft von 4 bis 12 Uhr die Gepäckabfertigung, Busdienste, den Crewtransport und die Werkstätten zum Warnstreik aufgerufen. Auch am größten NRW-Flughafen muss mit erheblichen Verzögerungen bis hin zu Flugausfällen gerechnet werden.

Verspätungen und Ausfälle möglich

Zu verspäteten Abfertigungen kann es in Dortmund kommen. Hier sind die Security beziehungsweise Bodenverkehrsdienste zum Streik aufgerufen. Die Flughäfen selbst stimmen gestern die Passagiere auf Verzögerungen ein. „Mit Verspätungen und Flugausfällen ist zu rechnen“, sagte ein Sprecher des Airports Köln/Bonn.
Auch in Düsseldorf warnte die Flughafenleitung vor möglichen Störungen. Reisende sollten sich in dieser Zeit darauf einstellen, dass mehrere der rund 240 Flüge in dieser Zeit verspätet starten und landen oder komplett gestrichen werden. In Dortmund müssen Passagiere ebenfalls mit Verzögerungen rechnen. Allen Fluggästen raten die Flughäfen des Landes, sich bei ihren Airlines über den jüngsten Stand des Streiks zu erkundigen.

Am Flughafen Münster/Osnabrück soll es keine Aktionen geben. „Aus Erfahrung können wir sagen, dass bei uns kein Flieger stehen bleiben wird“, ist sich Andrés Heinemann, FMO-Pressesprecher, absolut sicher. Allerdings könne sich der Streik an anderen Flughäfen natürlich auch bis auf den FMO auswirken, da die Flughäfen in Deutschland so eng miteinander vernetzt seien. „Wenn eine Fluglinie einen Flug streicht, weil der am Zielflughafen nicht abgefertigt werden könnte, startet die Maschine bei uns natürlich auch nicht“, erklärt er. Am Personal am FMO liege das dann aber nicht. Jedem Passagier, der am Dienstag vom FMO abheben will, rät Heinemann dennoch, sich vorher bei der Fluglinie oder dem Reiseveranstalter zu informieren. „Dort gibt es die aktuellsten Informationen“, sagt er. 

„Unser Ziel ist es ausdrücklich nicht, den gesamten Flugverkehr zusammenbrechen zu lassen“, erklärte der zweite Vorsitzende der dbb-Tarifunion, Willi Russ. „Vielmehr wollen wir mit gezielten Nadelstichen dafür sorgen, dass die Tarifverhandlungen, die am 28. März 2012 in Potsdam fortgeführt werden, möglichst zu einem Abschluss kommen.“
Autor
Gerd Vogelsang und Stefan Teine
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    27. März 2012, 06:40 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 12:44 Uhr
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