Hintergrund: Italiens Bündnisse und Parteien

Rom (dpa) Die Parteienlandschaft in Italien ist traditionell zersplittert und in ständigem Fluss. Eine Vielzahl von Mini-Parteien führte früher zu oft wechselnden und schwer regierbaren Bündnissen. Dieses Mal kämpfen die folgenden vier großen Bündnisse und Bewegungen um die Stimmen der Wähler:

- Das Mitte-Links-Bündnis um den Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani liegt den letzten Umfragen zufolge vorn. Stärkste Kraft ist die Partito Democratico (PD), die demokratische Partei, deren Vorsitzender Bersani ist. Dazu kommt Bersanis linker Bündnispartner, die Sinistra ecologia e libertà (Linke Ökologie und Freiheit) mit ihrem Chef Nichi Vendola. Außerdem unterstützt noch eine Reihe kleinerer Parteien das Bündnis.

- Der Zentrumsblock des scheidenden Ministerpräsidenten Mario Monti ist nach den letzten Umfragen an die vierte Stelle abgerutscht. Das Bündnis der Mitte um den Wirtschaftsprofessor besteht aus Montis Scelta Civica - Con Monti per l'Italia (Bürgerliche Wahl - Mit Monti für Italien) und der Unione di Centro (Zentrumsunion) des Pier Ferdinando Casini. Dazu kommen einige kleinere Parteien der Mitte. Auf den bisherigen Regierungschef setzen Brüssel und die Märkte.

- Das Mitte-Rechts-Bündnis wird angeführt von dem ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seiner Partei Popolo della Libertà (PdL, Volk der Freiheit). Dazu kommt die insbesondere in Norditalien stark vertretene Lega Nord mit ihrem Chef Roberto Maroni. Das konservative Lager Berlusconis holte den Umfragen zufolge gegenüber der Linken deutlich auf. Auch das Mitte-Rechts-Bündnis wird von mehreren kleineren Parteien unterstützt.

- Die populistische Internet-Protestbewegung «Movimento 5 Stelle» (Bewegung fünf Sterne) des Komikers und Internetaktivisten Beppe Grillo hat in den vergangenen Wochen kräftig aufgeholt. Sie kam zuletzt auf bis zu 18 Prozent der Stimmen und könnte damit als drittstärkste Kraft ins Parlament einziehen. Grillo wettert vor allem gegen die traditionellen Parteien und fordert Italiens Austritt aus der Eurozone.

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  • Erstellt:
    24. Februar 2013, 12:11 Uhr
    Aktualisiert:
    24. Februar 2013, 12:12 Uhr
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