Hintergründe und Rückblick
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Sydney (dpa) In den Hochwassergebieten Australiens gilt weiter höchste Alarmstufe: Mehr als 15 000 Menschen sind inzwischen von den Behörden aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. In einem Wettlauf mit der Zeit stapelten Freiwillige Sandsäcke und erhöhten die Dämme.
Premierministerin Julia Gillard macht sich aus der Luft ein Bild von der Lage. Foto: Andrew Meares (Foto: dpa)
In Griffith, rund 600 Kilometer westlich von Sydney, mussten sich am Mittwoch bereits rund 600 Menschen in Sicherheit bringen, weil ihren Häusern Überflutungen drohten. Durch die Flüsse Lachlan und Murrumbidgee und sonst trockene Bachbetten rauschten Wassermassen. Weite Teile der Weinbaugegend um Griffith waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die überschwemmte Fläche erreichte ein Ausmaß von rund 300 Quadratkilometern.
Neben Griffith am Murrumbidgee mit 18 000 Einwohnern war auch Forbes am Lachlan mit 8000 Einwohnern in Gefahr. Das Städtchen war am Mittwoch in zwei Teile geteilt. Nach Angaben des Meteorologischen Dienstes könnte es bis Freitag dauern, ehe das Wasser zurückgeht.
Die größte Inlandsstadt des Bundesstaates New South Wales, Wagga Wagga, hatte das Schlimmste dagegen hinter sich. Noch in der Nacht waren tausende Einwohner mit vollgepackten Wagen geflüchtet, weil der Deich, der die Innenstadt schützt, zu brechen drohte. «Die Lage hat sich über Nacht deutlich entspannt», sagte Notrufkoordinator James McTavish einer Lokalzeitung. Die Innenstadt wurde verschont, aber mindestens 1200 Häuser erlitten erhebliche Wasserschäden.
Premierministerin Julia Gillard überflog das Katastrophengebiet im Hubschrauber. «Wenn die Menschen wieder in ihre Häuser können und mit dem Aufräumen beginnen, wird das für viele herzzerreißend», sagte sie anschließend vor der Presse. Sie versprach Hilfe beim Wiederaufbau.
Tausende Menschen sind in Ostaustralien von den stärksten Regenfällen seit den 1920er Jahren betroffen. In der Ortschaft Ivanhoe etwa ging in einer Woche so viel Regen herunter wie sonst in einem ganzen Jahr. Die Überschwemmungen forderten bislang zwei Menschenleben. Ein Parlamentsabgeordneter schätzte die Schäden auf mehr als eine Milliarde australische Dollar - mehr als 800 Millionen Euro.
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