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Medienhaus Lensing
08.02.2012 11:12 Uhr
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Warenhauskette: Karstadt-Chef erwartet ab Herbst kräftigen Schub

Die Erfolge aus dem Umbau der Warenhauskette Karstadt werden nach Aussage von Unternehmenschef Andrew Jennings im Herbst zu sehen sein. Auch die Kunden sollen die Veränderungen dann deutlich sehen können.

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22 der 120 Filialen sind laut Karstadt im vergangenen Jahr modernisiert worden. (Foto: Dieter Menne)

 „Es dauert grundsätzlich einige Saisons, bis so ein Umbau im Sortiment auch für die Kunden sichtbar wird“, sagte Jennings einer Zeitung.

„Ab der nächsten Herbst-und Winter-Saison wird es einen richtigen Schub geben.“ 22 der 120 Filialen seien im vergangenen Jahr modernisiert worden, sagte Jennings. Multimedia-Angebote habe man reduziert und stattdessen mehr Gewicht auf Bereiche wie Mode, Kosmetik, Uhren und Schmuck gelegt. An anderen Standorten wurden Abteilungen erneuert. Zudem habe Karstadt expandiert, mit einem neuen Karstadt Sports in Wiesbaden und einer Pilot-Filiale in Göttingen mit dem Namen „K Town“. Jennings ist seit einem Jahr Vorsitzender der Geschäftsführung von Karstadt.

  Die Neuausrichtung des 2010 aus der Insolvenz geretteten Unternehmens werde vier bis fünf Jahre, wenn nicht länger dauern, kündigte er an. Karstadt sei schließlich über zehn Jahre hinweg kontinuierlich heruntergewirtschaftet worden: „Es wird ein Marathon, kein Sprint.“ Die Premium-Häuser wie das KaDeWe in Berlin oder das Alsterhaus in Hamburg liefen bereits gut. Die Mitte habe es hingegen schwerer. „Wir legen unseren Fokus auf die Karstadt-Warenhäuser. Hier liegen die Herausforderungen, hier liegt der Schlüssel zum Erfolg.“

Neuer Tarifvertrag im Herbst

Ein großer Kostenblock kommt auf Karstadt im Herbst zu, wenn der Sanierungstarifvertrag ausläuft und rund 50 Millionen Euro mehr Löhne und Gehälter gezahlt werden müssen. Dies sei in den Budgetplanungen berücksichtigt, sagte Jennings, auch ansonsten sei das Unternehmen auf Kurs. „Anstatt Rückenwind zu bekommen, bläst uns der Wind aufgrund der Konjunkturlage zurzeit sozusagen ins Gesicht. Aber wir sind mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg, und wir haben den vollen Rückhalt unseres Eigentümers Nicolas Berggruen.“


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