Übernahme durch Rewe: Tengelmann verkauft 85 Filialen
MÜLHEIM AN DER RUHR / FRANKFURT Die Mülheimer Handelskette Tengelmann zieht sich komplett aus dem Rhein-Main-Neckar-Raum zurück. Die Kölner Rewe-Gruppe werde 65 Läden übernehmen, weitere 20 Geschäfte sollen von der Tegut-Gruppe aus Fulda übernommen werden, teilte die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG am Mittwoch in Mülheim/Ruhr mit.
Die Mülheimer Handelskette Tengelmann zieht sich komplett aus dem Rhein-Main-Neckar-Raum zurück. (Foto: dpa)
Der geschäftsführende Gesellschafter Karl-Erivan W. Haub betonte: „Nach intensiver Prüfung aller Optionen haben wir uns für eine Abgabe der Filialen an die Rewe-Gruppe in Köln und an Tegut in Fulda entschieden.“ Die Unternehmenssprecherin begründete den Verkauf mit der zu geringen Anzahl von Kaisers Tengelmann-Filialen in dem betroffenen Gebiet. Die Logistik sei daher nicht wirtschaftlich.
Gute Situation im Hauptexpansionsgebiet
Tegut-Chef Thomas Gutberlet sagte: „Wir freuen uns, in unserem derzeitigen Hauptexpansionsgebiet Rhein-Main auf diesem Weg zwanzig gute Standorte übernehmen zu können.“ Mit der Eröffnung der ersten Märkte unter tegut-Führung könne nach Ostern gerechnet werden. Das Fuldaer Unternehmen betreibt derzeit mit rund 6200 Mitarbeitern gut 300 Lebensmittel-Märkte in Hessen, Thüringen, Nordbayern und Südniedersachsen.
Trennung von der Discountkette Plus im vergangenen Jahr
Das Mülheimer Familienunternehmen Tengelmann hat derzeit mit seiner Supermarktkette Kaisers Tengelmann in den vier Regionen Berlin, München, Nordrhein und Rhein-Main-Neckar noch bundesweit rund 650 Filialen mit 20.000 Mitarbeitern. Das Rhein-Main-Neckar Gebiet sei die kleinste der vier Regionen.Tengelmann hatte sich bereits im vergangenen Jahr vom deutschen Geschäft seiner Discountkette Plus getrennt, das mehrheitlich von Edeka übernommen wurde. Seitdem wurde auch nahezu das gesamte Auslandsgeschäft des Discounters verkauft.




