Trainingsauftakt: Der BVB startet selbstbewusst ins neue Jahr

DORTMUND BVB-Trainer Jürgen Klopp schlenderte in Zivilkleidung in die Helmut-Körnig-Halle – und alles war wie 2012: Die Fotografen, die Kamera-Teams, die schreibende Presse, alle warteten sie auf den 45-Jährigen und seine Borussen, die am Donnerstag mit einem Laktattest in die Rückrunden-Vorbereitung starteten.

  • BVB-Coach Jürgen Klopp (l) begrüßt nach dem Winterurlaub seinen Spieler Ilkay Gündogan. Foto: Kevin Kurek

    BVB-Coach Jürgen Klopp (l) begrüßt nach dem Winterurlaub seinen Spieler Ilkay Gündogan. Foto: Kevin Kurek Foto: dpa

Richtig vermisst, gab Klopp zu, als er sich vor den wartenden Kameras postierte, habe er diesen Rummel nicht. Doch er gehört dazu im Geschäft Bundesliga, von dem auch der BVB finanziell profitiert. Also stellte sich Klopp geduldig den wahrlich drängenden Fragen nach einem etwaigen Alkohol- oder Süßigkeitenverbot seiner Spieler über Weihnachten. Alles wie immer also.

Erinnerungen an 2012

Vor genau einem Jahr stand Klopp schon einmal in der Helmut-Körnig-Halle und schaute seinen Spieler dabei zu, wie sie Runde um Runde auf der schmalen Tartanbahn drehten. „Damals sind wir ein paar Tage später auch nach La Manga geflogen, genau wie diesmal“, sagte Klopp. „Man kann sich kaum vorstellen, was in dem einen Jahr alles passiert ist.“


Sein Team wurde nach einer phänomenalen Rückrunde Meister, zum zweiten Mal in Serie, dazu der Pokalsieg in Berlin, die blitzsaubere Vorrunde in der Champions League, der erneute Einzug ins DFB-Pokalviertelfinale. Das alles ergab „ein sehr erfolgreiches Jahr“, wie Klopp bemerkte. „Gefühlt ist 2012 jedoch auch schon eine Ewigkeit her.“
Das alte Jahr ist vorüber, in 15 Tagen wartet schon die nächste Aufgabe, der Rückrunden-Auftakt gegen Werder Bremen.

Ab nach La Manga

Es werden zwei intensive Wochen für die Dortmunder, in denen es keine lange Warm-Up-Phase geben wird. Schon am Freitag wird zweimal in Brackel trainiert. Samstag geht es dann ins Trainingslager nach La Manga. „Wir wollen die gute Form aufnehmen, mit der wir uns in die Winterpause verabschiedet haben“, gab Klopp als Plan vor. „Wir werden viele Einheiten in wenigen Tagen haben.“

    

Donnerstag musste Klopp noch auf einige Profis verzichten – Sven Bender und Chris Löwe (beide Leistenbeschwerden) fehlten beim Laktattest ebenso wie Lukasz Piszczek, Leonardo Bittencourt (beide Grippe) und Patrick Owomoyela (Reha) –, doch bis auf den in Dortmund bleibenden Owomoyela soll spätestens in Spanien der Kader wieder komplett sein. Ein „ganz anderes Arbeiten als zu Beginn der Vorrunde“ sei das. Und das, so Klopp, mache ihn optimistisch, dass sein BVB in der zweiten Saisonhälfte besser und erfolgreiche spiele als in der Hinrunde.

„Einige Dinge suboptimal“

Denn die Vorrundenbilanz fiel ambivalent aus. In der Champions League und im DFB-Pokal (über-)erfüllten die Dortmunder ihren Soll, in der Liga hinkt man dagegen mit 30 Punkten etwas den eigenen Vorgaben hinterher. „Wir haben für uns selbst gemerkt, dass einige Dinge suboptimal waren“, erklärte Klopp am Donnerstag und nannte als Beispiel die auffallend hohe Zahl an Gegentoren (20). Genau daran wird er mit seiner Mannschaft in den nächsten Tagen arbeiten.

Wer auf eine Kampfansage an die Bayern gehofft hatte, der wurde zwar enttäuscht. Doch Klopp wurde dennoch deutlich, was seine Erwartungen an das Jahr 1 nach dem ersten Doublesiegder Vereinsgeschichte angeht: „Wir waren stark, wir sind stark und werden auch in der Rückrunde stark sein“, erklärte er im Brustton der Überzeugung. „Wir haben uns vor einem Jahr nicht limitiert, und das machen wir auch jetzt nicht. Unseren Erwartungen sind keine Grenzen gesetzt.“
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Autor
Matthias Dersch
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 08:02 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Februar 2013, 17:56 Uhr
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