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Keller-Interview: „Ich kann auch emotional“

Gelsenkirchen Der FC Schalke 04 flog gestern Mittag ins Trainingslager nach Doha in Katar. Vor der Abreise sprach Schalkes Trainer Jens Keller im Interview mit dem Medienhaus Bauer über die Bedeutung der kurzen Vorbereitungszeit, taktische Varianten und das Saisonziel der Königsblauen.

  • Herausgefordert

    Jens Keller muss sich beim FC Schalke 04 nach wenigen Tagen im Amt beweisen. Foto: Kevin Kurek

?Wie oft haben Sie in den Weihnachtstagen an Schalke gedacht? !Sehr oft. Man macht sich viele Gedanken rund um den Fußball. Es ist schwierig für mich, ganz abzuschalten, weil ich eine neue Aufgabe übernommen habe, die sehr reizvoll, aber auch sehr arbeitsintensiv ist. ?Was hat Ihre Familie gesagt, als klar war, dass Sie neuer Schalke-Trainer werden? !Das wollen Sie wirklich wissen? Also allen ist bewusst, dass das Leben nun stressiger wird. Aber das ist für mich auch nicht neu. Das habe ich schon beim VfB Stuttgart kennen gelernt. ?Manager Heldt hat gesagt, dass Schalke nicht an seinen Saisonzielen rütteln wird. Fühlen Sie sich unter Druck gesetzt? !Nein. Das ist doch positiver Druck. Ich stehe voll hinter dieser Zielsetzung, denn ich habe eine gute Mannschaft zur Verfügung. ?Ins Trainingslager haben Sie in Max Meyer sogar einen 17-Jährigen mitgenommen. !Schalke hat doch auch immer davon gelebt, Talente herauszubringen. Er soll reinschnuppern und zeigen, was er kann. ?Julian Draxler hat vor zwei Jahren, nachdem er auch das Wintertrainingslager bei den Profis absolvierte, sofort den Sprung geschafft. !Warten wir mal ab. Wenn es wieder so kommen würde, wäre ich der Letzte, der dagegen etwas hätte. Ich werde die Jungs nicht bestrafen, wenn Sie gute Leistungen bringen. ?Sie haben nicht viel Zeit, um Schalke in der Bundesliga auf Erfolgskurs zu bringen. !Stimmt. Es sind gerade mal 13 Trainingstage. Aber über die kurze Zeit brauche ich mir nicht den Kopf zu zerbrechen. Es ist, wie es ist. So müssen wir das annehmen. Ich kann die Zeit nicht verlängern. Wir werden unter anderem viel im taktischen Bereich arbeiten. ?Welchen Stellenwert haben die Freundschaftsspiele im Trainingslager? !Natürlich möchte ich dort schon das eine oder andere sehen, was wir im Training einstudieren. Aber wichtiger ist, wie wir zum Rückrunden-Auftakt gegen Hannover auftreten. ?Bevorzugen Sie dann wieder das Spielsystem wie gegen Mainz mit zwei Spitzen und zwei offensiven Außen? !Das kommt auch auf den Gegner an. Wir haben nicht die Zeit, um jetzt 17 verschiedene Spielsysteme einzustudieren. Auch das unter Huub Stevens praktizierte 4-2-3-1 ist eine Option. ?Sind Sie auch als Psychologe gefordert? !Fakt ist: Die Mannschaft stand in der ersten Saisonhälfte unter einer großen körperlichen Belastung. Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League — es ist nicht so einfach, das alles unter einen Hut zu bekommen. Ich nehme mal als Beispiel Roman Neustädter. Man hat gesehen, dass er in den letzten Spielen bis zur Winterpause Probleme bekam, weil er die vielen Spiele aus Mönchengladbach nicht gewohnt war. ?Sie wirken sehr ruhig und abgeklärt. Wie sind Sie in der Kabine? !Glauben Sie mir: Ich kann auch emotional.
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 22:44 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Juli 2013, 11:32 Uhr
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