Happen pappen
Der Tipp des werten Kollegen war lieb gemeint. Wenn Ihr mal was anderes essen und erleben wollt, dann geht ins Grotto Baldoria, meinte er mit einem aufmunternden Lachen, „das hat was“.
Unser Reporter vor Ort: Gerd Strohmann
Irritiert, nein fassungslos sein Blick, als wir um eine Speisekarte bitten. Das Essen käme gleich, meint er leicht verächtlich über unsere Ignoranz, allenfalls ein Bier dürfen wir bestellen. Dann geht es mit dem Menü los: Auf einem Brett wird eine dicke und nicht wenig fette Salami serviert, schnell zwei Scheiben abschneiden, dann wird es auch schon wieder weggezogen. Dann der Salat, etwas Carpaccio, köstliche Nudeln aus einer riesigen Pfanne, dann Rindfleisch mit einem Püree-Bett. Alles auf dem gleichen Teller. Zum Abschluss noch etwas Käse, die Zeremonie ist wie bei der Salami. Den Kuchen bieten sie uns gar nicht erst an, sie haben unsere Figuren gesehen. Jetzt noch ein Espresso, dazu ein Grappa, alles in 90 Minuten, harte, ganz harte Arbeit. Zahlen dürfen wir am Ende auch. Das ganze Menü kostet so viel wie in anderen Restaurant ein kleiner Salat oder eine olle Pizza. Wir werden es wiederholen: Es gibt nämlich jeden Abend genau dieses Menü.












