Walesa und Bubka werben für EM in ihrer Heimat
Warschau (dpa) Der polnische Arbeiterheld Lech Walesa und der ukrainische Ex-Stabhochspringer Sergej Bubka haben die Hauptrolle bei einer Werbeaktion für die Fußball-Europameisterschaft 2012 in ihren Heimatländern übernommen.
«Freund der EURO2012» Walesa soll in Polen Werbung für die Fußball-EM machen.
- Trio strauchelt im Titelkampf - Bayern 1:1 beim HSV
- Magaths Bundesligarekord: 36 Profis in 20 Spielen
- FCK-Coach Kurz: Brauchen Siege - Podolski in Gips
- Santini vs. Junuzovic: Hoffnungsträger vor Debüt
- Trotz Eiseskälte: BVB auch ohne Gala meisterlich
Beide wurden zu «Freunden der EURO2012» ernannt, gab die Europäische Fußball-Union UEFA in Lodz vor dem Freundschaftsspiel Polen gegen Ukraine bekannt. Beide Länder richten im Juni 2012 gemeinsam die EM-Endrunde aus. Walesa kündigte bei der Veranstaltung in Lodz seine aktive Teilnahme am Projekt an. «Ich gewinne gern, und weil ich jetzt dabei bin, werde ich mich bemühen, dass wir (bei der EM) gewinnen», sagte der 66-Jährige. Er wolle die Vorbereitungen kontrollieren und, falls nötig, vor Drohungen nicht zurückschrecken. «Beim Training darf nicht zu viel Bier fließen», warnte Walesa.
Der Elektriker hatte im August 1980 an der Werft in Danzig einen Streik geleitet, der zur Entstehung der ersten freien Gewerkschaft im kommunistischen Ostblock führte. 1983 erhielt er den Friedensnobelpreis. Nach dem demokratischen Durchbruch von 1989 wurde Walesa zum ersten durch das Volk gewählten Staatsoberhaupt Polens. Bubka hatte 1988 Olympia-Gold gewonnen, er war sechsmal Weltmeister. Seit 2008 ist er Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.
Neben Walesa wurden zu EURO2012-Freunden auch Popsängerin Maryla Rodowicz, der Olympiasieger im Gehen, Robert Korzeniowski, sowie der ehemaliger Torwart der polnischen Fußball-Nationalelf, Jozef Mlynarczyk, ernannt. Insgesamt sollen an der Werbeaktion rund 100 Persönlichkeiten aus beiden Ländern teilnehmen.













