Westfalenpokal-Viertelfinale: Angriff aufs Waldschlösschen

MÜNSTER Nachdem der SCP letztlich problemlos am Samstag auf der rauen See der 3. Liga das rettende Ufer erreichte, steuert die Fregatte am Mittwoch (19 Uhr) das nächste große Ziel an. Im Viertelfinale des Westfalenpokals geht’s zum Westfalenligisten SV Lippstadt. Und dort, am Waldschlösschen, steht viel Geld auf dem Spiel.

  • Preußens Ersatztorwart Max Schulze Niehues wartet noch auf einen neuen Vertrag.

    Preußens Ersatztorwart Max Schulze Niehues wartet noch auf einen neuen Vertrag. Foto: Butzhammer

Die Partie ist der letzte Schritt zum Zahltag am 2. Mai. Denn im Halbfinale wartet bereits der SC Verl auf seinen Gegner. Ein Sieg am Mittwoch vorausgesetzt, empfängt Münster die Ostwestfalen dann im eigenen Stadion. Gelingt dabei der Sprung ins Finale, das für den 7. Juni angesetzt ist, ist auch der Sprung in den Lostopf für die erste Runde im DFB-Pokal perfekt. Um rund 200 000 Euro (vor allem durch TV-Prämien und Eintrittsgelder) wäre der Klub dann reicher. Viel Geld für einen Drittligisten, verdammt viel für einen Westfalenligisten. „Aber natürlich geht‘s auch ums Prestige“, betont Preußen-Trainer Pavel Dotchev, der natürlich alles daran setzen will, die letzten fünf Pflichtspiele dieser Spielzeit erfolgreich zu beenden. Er fordert deshalb von seinem Team: „Wir dürfen nach dem erreichten Klassenerhalt noch nicht abschalten.“

24 Spiele ungeschlagen

Er warnt vor dem David im Kampf gegen seinen Goliath. „Der Gegner ist viel besser als die Liga, in der er spielt“, weiß er um die Qualität des Westfalenliga-Spitzenreiters, der antrat, um einen Platz in der neuen Oberliga zu ergattern, nun aber für die Regionalliga plant. Seit 24 Spielen sind die Lippstädter in der Meisterschaft ungeschlagen. Die einzige Niederlage in dieser Saison datiert vom 14. August 2011. Damals, im Hochsommer, schaffte der 1. FC Gievenbeck beim 3:0-Sieg dieses Kunststück.

Jevric mit Zweitliga-Erfahrung

„Die haben richtig starke Spieler. Viele wurden in der Jugend des SC Paderborn ausgebildet, einige wie Ardian Jevric haben sogar Zweitligaerfahrung“, sagt Dotchev, für den das Waldschlösschen kein unbekannter Ort ist. „Ich war schon oft als Spieler und Trainer dort. Das ist ein sehr enges Stadion, die Zuschauer stehen fast auf dem Platz. Da wird Alarm gemacht. Es könnte ein heißer Tanz werden, wenn wir nicht von Anfang an mit der gebotenen Ernsthaftigkeit an die Sache herangehen.“ Knapp 2000 Zuschauer erwarten die Gastgeber übrigens gegen den SCP.

Vier Duelle

Vier Mal begegneten sich die Klubs in der Oberliga zwischen 2006 und 2008. Dreimal siegten die Preußen, einmal Lippstadt. Allesamt unterhaltsame Begegnungen, aber Schnee von gestern. Und außerdem: „So ein Pokalspiel ist etwas ganz anderes“, sagt Dotchev. Und dabei will er nichts dem Zufall überlassen, will nach den anstrengenden Englischen Wochen auch am Mittwoch dem bestmöglichen Personal keine Atempause gönnen. „Wir brauchen jeden“, sagt er mit Blick auf die Liste der Langzeitverletzten. Aufgrund ihrer Blessuren aus dem Saarbrücken-Spiel hissten nach dem gestrigen Training dazu noch Patrick Huckle und Joe Vunguidica die weiße Flagge. „Sie können auf keinen Fall spielen“, sagt Dotchev.
Autor
Martin Ilgen
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. April 2012, 18:21 Uhr
    Aktualisiert:
    17. April 2012, 18:27 Uhr
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