Die Vergessenen: Jones und Pander kämpfen um ihr Comeback
GELSENKIRCHEN Als er am Dienstag vom Platz geht, sind ihm die Strapazen ins Gesicht geschrieben. Zwar hat Christian Pander noch nicht am Mannschaftstraining teilgenommen, aber er war immerhin schon in Sichtweite.
Weiter außer Gefecht: Christian Pander (l.) und Jermaine Jones. (Foto: dpa)
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Am 10. Mai 2009 hat der Linksverteidiger sein letztes Bundesligaspiel in Mönchengladbach absolviert. Weil das Narbengewebe im mehrfach operierten Knie immer wieder Probleme bereit, ist Pander wieder einmal zurückgeworfen worden.
Schwierige Prognose
Wer so oft verletzt war, tut sich verständlicherweise schwer mit einer Prognose, wann er wieder spielen kann. Trainer Felix Magath will Pander nicht unter Druck setzen, auch wenn er auf der linken Abwehrseite in der gesamten Saison zum Improvisieren gezwungen ist: „Wir geben Christian alle Zeit der Welt“, hat Magath unlängst betont.
Doch Pander ist sich wohl bewusst, dass Stratege Magath sich für die kommende Saison nach Alternativen für die linke Abwehrseite umsehen muss und wird. Schließlich will Magath den FC Schalke 04 dauerhaft an der Bundesliga-Spitze etablieren.
Erstmals wieder im Mannschaftstraining
Ob Pander dabei eine Rolle spielt, lässt sich noch nicht beantworten. Bei der zweiten Einheit am Nachmittag war der Abwehrspieler dann erstmals nach langer Zeit sogar beim Mannschaftstraining dabei. Ob das mehr als ein Hoffnungsschimmer für ihn ist, werden die nächsten Tage zeigen.
Auch Jermaine Jones hat in dieser Spielzeit noch keine Partie für die Königsblauen absolviert hat. Seit dem 26. Juni 2009 ist der Mittelfeldspieler außer Gefecht.
Ehrgeiz wurde nicht belohnt
Schon am zweiten Trainingstag unter Magath musste Jones einsehen, dass er seinem Körper wohl zu viel zugemutet hatte. In der Vorsaison hatte der 28-Jährige lange Zeit trotz Beschwerden durchgespielt, weil der ehrgeizige Jones seine Nationalmannschafts-Pläne nicht gefährden wollte.
Doch sein Ehrgeiz wurde nicht belohnt. Im Gegenteil, Bundestrainer Löw ignorierte Jones in schöner Regelmäßigkeit bei der Kader-Nominierung, so dass er die Konsequenzen zog und künftig für die USA spielen wollte.
Eigener Reha-Trainer
Doch mit seiner Verletzung, die sich als Haarriss im linken Schienbein entpuppte, haben sich auch seine Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme bisher nicht erfüllt. Denn alle Comeback-Versuche musste der Schalker Mittelfeldspieler abbrechen. „Ich habe wohl immer zu früh begonnen,“ ärgert sich Jones, der mittlerweile mit eigenem Reha-Trainer alles dafür tut, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden.
Doch Geduld ist nicht gerade eine Tugend, die dem Mittelfeldspieler leicht fällt. Die lange Zwangspause schmerzt besonders, weil Schalke ohne Jones eine beeindruckende Saison spielt und das Mitfiebern mit der eigenen Mannschaft doppelt schwer fällt.
Diesselbe Verletzung hatte Jones übrigens 2006 im rechten Schienbein. Damals dauerte es acht Monate, bis er wieder auf die Beine kam. Dieser Zeitraum ist mittlerweile überschritten, kein Wunder, dass der Schalker Mittelfeldspieler sein Comeback herbei sehnt.









