Nach 4:2-Sieg über Freiburg: Königsblau atmet auf - Trainersuche geht weiter
DORTMUND Die Erleichterung war allen anzusehen: Den Schalker Spielern, Interimstrainer Seppo Eichkorn und vor allem Manager Horst Heldt, der beim 4:2 (1:1)-Erfolg der Königsblauen gegen den SC Freiburg erstmals auf der Trainerbank Platz nahm.
Starke Vorstellung: Schalkes Jefferson Farfan (l.), hier im Kampf um den Ball mit dem Freiburger Johannes Flum. (Foto: dpa)
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Rückkehr zur Normalität
Dass die Rückkehr zur Normalität sich jedoch nicht per Knopfdruck bewältigen lässt, belegte dann der Spielfilm der 90 Minuten, in denen die lange Zeit geschockt wirkenden Gastgeber nach dem frühen Rückstand fast eine Stunde brauchten, um auf die Erfolgsspur zu gelangen.
„Ein spielerisches Feuerwerk hatten wir im Vorfeld sowieso nicht erwartet. Es ist einfach schön für die Mannschaft, dass sie so eine Partie mit drei wertvollen Punkten abgeschlossen hat“, freute sich Heldt, der nach einer turbulenten Woche jedoch keine Zeit zum Verschnaufen hat. Die noch ungelöste Rangnick-Nachfolge brennt auf den Nägeln.
Von Tag zu Tag
Heldt betonte nach der Partie: „Wir haben jetzt drei Tage Zeit. Wenn bis Dienstag noch keine Entscheidung getroffen ist, wird Seppo Eichkorn auch am Donnerstag gegen Haifa auf der Bank sitzen. Wir sind nicht führungslos. Es heißt zwar immer: Man denkt von Spiel zu Spiel, aber wir denken jetzt von Tag zu Tag.“
Namen möglicher Rangnick-Nachfolger will Heldt nicht kommentieren. Der häufig genannte Thorsten Fink soll jedoch auf der Personalliste, die der Schalke-Manager Heldt abarbeitet, ganz oben stehen. Fink würde als junger, dynamischer Trainer, der mit dem FC Basel schon große Erfolge feierte, perfekt ins Anforderungsprofil passen.
Ausstiegsklausel
Im Gespräch mit dieser Zeitung betonte Fink, der unter anderem für Borussia Dortmund, die SG Wattenscheid, den Karlsruher SC und Bayern München gespielt hat, gestern allerdings: „Ich stehe nicht in Kontakt mit Schalke 04.“ Viel muss das aber nicht heißen, denn Fink, der zweimal in Serie mit dem FC Basel Meister geworden ist, hat die mündliche Ausstiegsklausel, dass ihm bei einem Angebot eines renommierten Bundesligisten „keine Steine in den Weg gelegt werden“.
Horst Heldt betonte gestern noch einmal, dass „unser neuer Trainer Deutsch sprechen muss. Sollte er noch irgendwo unter Vertrag stehen, wäre das kein Hindernis, denn wir sind in Not geraten.“ Das bedeutet, dass Schalke auch bereit wäre, eine Ablösesumme für einen neuen Trainer zu bezahlen.
Flick hat abgewunken
Das würde auch für Jos Luhukay vom Aufsteiger FC Augsburg gelten, den Heldt angeblich auch auf dem Zettel hat. Der zuvor ins Gespräch gebrachte Hans-Dieter Flick hat bereits abgewunken. „Ich habe beim DFB einen Vertrag bis 2014, die Arbeit macht mir große Freude“ sagte der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw.









