Fotografie: Kalender zeigt ganz besondere Autos aus Havanna

BOCHUM Fotograf Rolf Kluge hat seine Reise durch Kuba in einem Kalender festgehalten. Zu sehen sind, alte Autos und Menschen. Denn Autos sind in Kuba ein wertvolles Gut.

  • Rolf Kluges Bildbände „Incubation“ und „Incarnation“ (zusammenhängende Wortspiele) zeigen Menschen und Autos in Kuba. Sie werden nächstes Jahr, erst einmal als E-Books, erscheinen. Zudem sind weitere Bildbände geplant.

    Rolf Kluges Bildbände „Incubation“ und „Incarnation“ (zusammenhängende Wortspiele) zeigen Menschen und Autos in Kuba. Sie werden nächstes Jahr, erst einmal als E-Books, erscheinen. Zudem sind weitere Bildbände geplant. Foto:Rolf Kluge

Ein wunderschöner Oldtimer schmückt das Kalendercover. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass es sich weder um einen gewöhnlichen Kalender, noch um einen gewöhnlichen Oldtimer handelt. Den Oldtimer ziert eine kleine Schramme. Das Bild ziert einen Kalender, der ausschließlich „Coches de La Habana“ zeigt - zu Deutsch Autos aus Havanna.

„Wertvolles Gut“

Fotograf Rolf Kluge war im April in Kuba, um das Muraleando-Projekt fotografisch festzuhalten. „Diese Reise war ein einzigartiges Erlebnis“, sagt Kluge, „diese Menschen haben nicht viel, machen aber so unendlich große Dinge aus den Kleinigkeiten, die sie besitzen.“

Etwas, das auch Dr. Klaus Piel, Vorstand der humanitären Cubahilfe Bochum (HCH) bestätigt. Er rief den Verein, der für Aufklärung sorgt und gegen die amerikanische Blockade angeht, vor 20 Jahren ins Leben. Doch was hat es mit dem Kalender auf sich? „Autos sind in Kuba ein wertvolles Gut“, erklärt Piel, „Viele Autos dort stammen noch aus den 60er und 70er Jahren und wurden von Generation an Generation weitervererbt.“ Deshalb finden sich in Kuba überwiegend Oldtimer, die so manchem Liebhaber das Herz blühen und bluten lassen würden. „Die meisten werden gehegt wie ein Schatz.“

Privates Taxi

„Auch weil fast alle Familien ihren Pkw als privates Taxi nutzen, um etwas Geld zu verdienen“, sagt Kluge und erinnert sich an das Auto der Familie, bei der er und die anderen Künstler unterkamen, „das Fahrzeug bestand aus Teilen von drei verschiedenen Pkws. Und als es Öl verlor, mussten wir vier Tankstellen anfahren, um 250 ml zusammenzubekommen.“ Denn Öl ist in Kuba ebenso unbezahlbare Mangelware, wie Benzin, viele Lebensmittel und Werkzeuge.

Momentan arbeitet Kluge an mehreren Fotobänden, die unter anderem Menschen, Autos und Gebäude in Kuba zeigen werden. Die Einnahmen, die beim Verkauf des Kalenders erwirkt werden, kommen der HCH zugute. Diese sammelt zurzeit Spenden, da auch Kuba Opfer des Hurrikans Sandy wurde.
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