Party-Ärger: Dortmunder Anwalt vertritt Weltuntergangs-Abgemahnte

DORTMUND Viel Arbeit nach dem "ausgefallenen" Weltuntergang am 21. Dezember: Ein Dortmunder Anwalt vertritt zahlreiche Gastronomen, die eine Abmahnung erhalten haben, weil sie Weltuntergangs-Partys ausgerichtet haben.

Die Geschichte macht gerade die Runde durch die Medien: Ein Gastronom aus Hof in Bayern ließ sich im März 2012 den Begriff „Weltuntergang“ beim Deutschen Patentamt schützen. Als dann zahllose Wirte in der ganzen Republik ihre Weltuntergangs-Partys gefeiert hatten, machte er die Rechte an „seinem“ Begriff geltend. Bundesweit gab es Post mit immer der gleichen Forderung: rund 1800 Euro – Schadenersatz plus Anwaltskosten.

Dutzende Mandanten
 
Einer, der seit dem 31. Dezember 2012 – dem Tag, als viele Wirte das Schreiben erhielten – alle Hände voll zu tun hat, ist der Dortmunder Anwalt Hendrik Peters, der sich auf Urheber-, Patent- und Internetrecht spezialisiert hat. Dutzende Mandanten vertritt er nach eigenen Angaben in der Angelegenheit.
Die Nachfrage ist so groß, dass er den Preis für die Mandanten drücken kann. „Ich weiß nicht, wann mein Telefon mal still ist“, sagt Peters über die bei ihm sonst ruhige Jahreszeit. Und auch wenn die Hofer Anwaltskanzlei Seriösität ausstrahlt – immerhin ist auch der Hofer Oberbürgermeister dort tätig – Peters rät zur Ruhe: „Ich gehe davon aus, dass die Mandanten nicht zahlen müssen.“

Ein solcher Allerweltsbegriff könne schnell gelöscht werden. Darüber hinaus könne die Angelegenheit mit dem Weltuntergang für ein echtes Debakel für die Hofer Kanzlei und natürlich den Patenteigentümer Philip-Nicolas Blank werden: Denn wenn der Urherberrechtsanspruch vor Gericht nicht standhalte, könnten sich die Angeschriebenen die Kosten vom Kläger erstatten lassen.
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Autor
Benjamin Konietzny
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2013, 18:16 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Januar 2013, 18:18 Uhr
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