Fehler der Stadtwerke?: Haltestelle Stadion in der Fan-Kritik

DORTMUND Fehlt es den Dortmunder Fußballfans an Disziplin? Oder ist das U-Bahn-System rund ums Stadion voller Fehler? Die Diskussion darüber hat nach Vorfällen bei den beiden jüngsten BVB-Heimspielen Fahrt aufgenommen.

  • Der Zugang zum U-Bahnhof "Stadion" wird durch Tore reguliert. Das sorgt für Wartezeiten. Zuletzt häuften sich heikle Situationen an den Aufgängen zur U-Bahn.

    Der Zugang zum U-Bahnhof "Stadion" wird durch Tore reguliert. Das sorgt für Wartezeiten. Zuletzt häuften sich heikle Situationen an den Aufgängen zur U-Bahn. Foto: Felix Guth

Über Jahre funktionierende Abläufe geraten gerade außer Kraft: Dies ist die Grundtendenz in etlichen Gesprächen, E-Mails, Facebook-Kommentaren und Foren-Einträgen von BVB-Fans zum Thema.

„Das Problem hat begonnen, als DSW angefangen hat, die Barrieren aufzustellen“, kommentiert ein Facebook-Nutzer. Der Eingangsbereich im Südteil der U-Bahn-Station sei um die Hälfte verkleinert worden. „Dadurch entsteht automatisch eine Art-Trichter-Falle“, formuliert es ein anderer Fan. Hinzu kommen Berichte, auch an der Haltestelle „Theodor-Fliedner-Heim“ sowie bei der Anreise am Hauptbahnhof sei die Situation „chaotisch“ gewesen.
 
Verkürzte U-Bahn-Strecke
 
Es regnet Lösungsvorschläge. „Mehr Bahnen einsetzen“ und „Weg mit den Leitstangen“ wird immer wieder gefordert. Aber auch Ideen wie ein Bus-Shuttle-System in Richtung Innenstadt oder eine verkürzte Strecke der U-Bahn (ohne Halt an Remydamm und Westfalenpark) werden ins Spiel gebracht.
    
Das regulierte Zugangssystem zu den Bahnsteigen und die abgezäunten Fluchtwege werden vorerst nicht weichen. „Das ist vorgeschrieben, wir machen es nicht, um die Fans zu ärgern“, sagt DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann. „Aber es wird absurd, wenn wir diese Bereiche, die der Sicherheit dienen, auch noch extra schützen müssen.“

Selbstreinigungsprozess?
 
Winkelmann hofft auf einen Selbstreinigungsprozess in der Szene, ähnlich wie beim Thema Vandalismus in Bahnen. Die Mehrheit, auch das wird in den Kommentaren deutlich, schafft die An- und Abreise ohne Zwischenfälle. Viele Fans mahnen zu mehr Gelassenheit.

Doch Fakt ist auch: Wenige Ausnahmen unter Zehntausenden können Gefahr auslösen. „Dafür muss es einen Plan geben“, sagt ein ehemaliger Katastrophenschützer der Stadt im Gespräch mit unsere Redaktion. Umgesetzt wird kurzfristig nur das Vorhaben, beim Spiel gegen Mainz mehr Sicherheitspersonal einsetzen.

„Das ist kontraproduktiv“, kritisieren Fans in den Foren. Die Lage am Samstag ist abermals speziell: Wegen der Motorrad-Messe rät der BVB, mit der Bahn anzureisen. 
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Autor
Felix Guth
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    28. Februar 2012, 18:39 Uhr
    Aktualisiert:
    28. Februar 2012, 18:52 Uhr