18.04.2012 16:45 Uhr
Schriftgröße: A A A

Start der Bauarbeiten: Neue Brücke über B 54 wird drei Parks verbinden

HÖRDE In Hörde haben die Bauarbeiten an dem 350 Meter langen Brückenschlag über die B 54 begonnen. Die neue Brücke wird den Rombergpark, den Phoenix-Park und den Westfalenpark barrierefrei verbinden. Der Bau stellt die beteiligten Firmen vor einige Herausforderungen.Von Jörg Bauerfeld

«
1/1
»

Die nächste Bohrprobe, die eine Spezialfirma aus dem Boden geholt hat. Diesmal ist es Fels, auf den der Bohrer in rund 20 Meter Tiefe gestoßen ist. Gute Voraussetzung für das Fundament der geplanten Brücke über die B 54.  (Foto: Jörg Bauerfeld)

Artikel zu diesem Thema
Artikel aus diesem Ressort
Das Osterfeuer auf dem Sportplatz Asseln auf dem Bleck. Gut zu sehen sind die Holzpaletten, die dort verbrannt werden.Der Konflikt um die Osterfeuer geht weiter: Natur- und Tierschützer wollen an den Feiertagen sechs Feuer beobachtet haben, bei denen gegen die Osterfeuer-Satzung verstoßen worden sei. Mit Protokollen und Fotos wollen sie die Veranstalter beim Umweltamt melden - und notfalls auch anzeigen.
Hunderte Lütgendortmunder säumten die Limbecker Straße als die Panzer durch den Ort fuhren.Sie kamen mit 18 Panzern: Am 25. April 1964 marschierte die Bundeswehr in Lütgendortmund ein. Es war eine friedliche Invasion - die zu einem ausgelassenen Volksfest wurde. Hinter der spektakulären Aktion heute vor 50 Jahren steckte der Lütgendortmunder Winfried Matthias. Im Video erinnert er sich an den legendären Besuch.
Der Austausch der alten grünen Altkleidercontainer gegen die größeren grauen Modelle hat bereits begonnen.Neue Container für alte Klamotten: Die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) hat mit dem Komplett-Austausch der Altkleidercontainer im gesamten Stadtgebiet begonnen. Die neuen Modelle sind deutlich größer, sollen bequemer zu befüllen sein - und haben eine tristere Farbe.
Den Dortmunder Unternehmen geht es gut - sehr gut sogar, glaubt man der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Dortmund. Über 93 Prozent der befragten Firmen sind zufrieden mit ihrer gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation. Das waren zuletzt deutlich weniger. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre im Überblick.
Was Phoenix-West Projektleiter Franz Große-Kreul ganz bescheiden als eine barrierefreie Verbindung zwischen dem Rombergpark, dem Phoenix-Park und dem Westfalenpark bezeichnet, wird ein ganz großes Ding.

Fotostrecke Neue Brücke wird sich über die B 54 spannen



Ein Brückenschlag vom Landschaftskeil auf Phoenix-West (in Höhe BMW-Rombergpark), über die Nortkirchenstraße und die B 54 bis in den Rombergpark. 350 Meter lang wird das Bauwerk, das in zwei Abschnitten errichtet wird.
 
Die 3,50 Meter breite Brücke, die für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen nutzbar ist, wird durch ein Zwischenpodest auf dem Grünstreifen zwischen B 54 und Nortkirchenstraße gestützt. Neben den Auf- und Abgängen im Osten (Phoenix-West) und Westen (Rombergpark) gibt es einen zusätzlichen Zugang zur U-Bahn-Haltestelle Rombergpark.
 
Landschaftskeil
 
Ende 2013, Anfang 2014 soll das gewaltige Gebilde komplett fertig sein. Erste Tätigkeiten haben jetzt begonnen. „Bauvorbereitende Arbeiten“, sagt Große-Kreul. Erst die Rodungen an der B 54, jetzt Bohrungen. Drei Bohrteams jagen zurzeit die Bohrgestänge in den Untergrund. Auf dem Landschaftskeil ist eine Spezialfirma dabei, bis zu 36 Meter in die Tiefe zu bohren. „Wir prüfen den Baugrund“, so Große-Kreul.

Gesucht wird nach Hohlräumen oder Kammern, die sich auf die Statik der Brücke, vorsichtig ausgedrückt, störend auswirken könnten. „Hier war tagesnaher Bergbau“, so der Phoenix-West Projektleiter. Abgesucht wird die Fläche für die zukünftigen Fundamente der Brücke. Denn das Bauwerk kommt nicht auf ein durchgehendes Fundament, sondern wird auf Pfähle gestellt, ähnlich wie bei Pfahlbauten.
 
Mit Beton verfüllt geben diese „Pfahlfundamente“ dann dem Widerlager der Brücke Halt. „Die Baugrunduntersuchung wird zeitnah abgeschlossen sein“, so Große-Kreul. Aufgrund der Bohrproben, die sich bis zum Ende der Bodenuntersuchungen angesammelt haben, wird ein Tragwerksplaner über die Gründung des Brückenschlages entscheiden.
 
Kampfmittelräumdienst
 
Die sieht bei felsigem Untergrund anders aus, als zum Beispiel bei Sand. Böse Überraschungen, was die Bodenbeschaffenheit angeht, schließt Große-Kreul aus. „Ich bin ein positiv denkender Mensch.“ Damit auch ungeliebte Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg (Fliegerbomben) keinen Ärger machen, sucht der Kampfmittelräumdienst zurzeit prophylaktisch das Gelände ab – ebenfalls durch Probebohrungen.

Wird nichts störendes gefunden, heißt es: Bahn frei für die Bohrteams, die dann der Bodensbeschaffenheit auf den Grund gehen. Und dafür sorgen, dass es bald einen stabilen Übergang von Phoenix-West zum Rombergpark gibt.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kontakt | Impressum | AGB | Nutzungsbasierte Onlinewerbung | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de