18.04.2012 16:45 Uhr
Schriftgröße: A A A

Start der Bauarbeiten: Neue Brücke über B 54 wird drei Parks verbinden

HÖRDE In Hörde haben die Bauarbeiten an dem 350 Meter langen Brückenschlag über die B 54 begonnen. Die neue Brücke wird den Rombergpark, den Phoenix-Park und den Westfalenpark barrierefrei verbinden. Der Bau stellt die beteiligten Firmen vor einige Herausforderungen.Von Jörg Bauerfeld

«
1/1
»

Die nächste Bohrprobe, die eine Spezialfirma aus dem Boden geholt hat. Diesmal ist es Fels, auf den der Bohrer in rund 20 Meter Tiefe gestoßen ist. Gute Voraussetzung für das Fundament der geplanten Brücke über die B 54.  (Foto: Jörg Bauerfeld)

Artikel zu diesem Thema
Artikel aus diesem Ressort
Die Polizei riegelt die Katharinenstraße ab.Heute gibt es reichlich Zündstoff in der Dortmunder City. Parallel zum schwul-lesbischen "Christopher Street Day" an der Reinoldikirche wollten Neonazis eigentlich an der Katharinenstraße demonstrieren. Doch wegen mehreren Blockaden von Nazi-Gegnern verzögert sich die rechtsextreme Kundgebung. Außerdem muss sie offenbar verlegt werden. Wir berichten live.
"Besetzt": Die Albertus-Magnus-Gemeinde gehört zum Pastoralverbund Nordtstadt. Eine Initiative hat die 2007 entweihte Kirche besetzt und will ein soziales Stadtteilzentrum aufbauen.Das hat es in Dortmund lange nicht mehr gegeben: Etwa 50 Personen haben laut Polizei in der Nordstadt ein leer stehendes Gebäude besetzt - die Alberts-Magnus-Kirche. Die Polizei war anfangs ratlos: "Die Besetzer sprechen nicht mit uns." Jetzt steht fest: Eine junge Initiative hat an der Enscheder Straße etwas Besonderes vor.
Sprengmeister Andreas Polivka zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf:Der Riese ist gefallen: Um 10.10 Uhr am Samstagmorgen ist der 75 Meter hohe Kohleturm der Kokerei Kaiserstuhl III gesprengt worden. Vor einem vergleichsweise kleinen Publikum stürzte das letzte große Relikt der ehemals modernsten Kokerei Europas in sich zusammen.
Da ist er: Sunrise-Avenue-Frontmann Samu Haber.Große Gefühle und tolle Stimmung im strömenden Regen: Den knapp 13.000 Besuchern hat das miese Wetter am Freitagabend offensichtlich nichts ausgemacht: „Wir heizen euch ein“, rief Sunrise-Avenue-Sänger Samu Haber, Tausende Mädchenstimmen erhoben sich zu einem Schrei-Chor.
Paket "Mein Herbstlichstes"
Wert: 1.190€
-Wandern und entspannen -Spa, Bergwelt und Alpenpanorama
Bis zu 60% sparen!
Was Phoenix-West Projektleiter Franz Große-Kreul ganz bescheiden als eine barrierefreie Verbindung zwischen dem Rombergpark, dem Phoenix-Park und dem Westfalenpark bezeichnet, wird ein ganz großes Ding.

Fotostrecke Neue Brücke wird sich über die B 54 spannen



Ein Brückenschlag vom Landschaftskeil auf Phoenix-West (in Höhe BMW-Rombergpark), über die Nortkirchenstraße und die B 54 bis in den Rombergpark. 350 Meter lang wird das Bauwerk, das in zwei Abschnitten errichtet wird.
 
Die 3,50 Meter breite Brücke, die für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen nutzbar ist, wird durch ein Zwischenpodest auf dem Grünstreifen zwischen B 54 und Nortkirchenstraße gestützt. Neben den Auf- und Abgängen im Osten (Phoenix-West) und Westen (Rombergpark) gibt es einen zusätzlichen Zugang zur U-Bahn-Haltestelle Rombergpark.
 
Landschaftskeil
 
Ende 2013, Anfang 2014 soll das gewaltige Gebilde komplett fertig sein. Erste Tätigkeiten haben jetzt begonnen. „Bauvorbereitende Arbeiten“, sagt Große-Kreul. Erst die Rodungen an der B 54, jetzt Bohrungen. Drei Bohrteams jagen zurzeit die Bohrgestänge in den Untergrund. Auf dem Landschaftskeil ist eine Spezialfirma dabei, bis zu 36 Meter in die Tiefe zu bohren. „Wir prüfen den Baugrund“, so Große-Kreul.

Gesucht wird nach Hohlräumen oder Kammern, die sich auf die Statik der Brücke, vorsichtig ausgedrückt, störend auswirken könnten. „Hier war tagesnaher Bergbau“, so der Phoenix-West Projektleiter. Abgesucht wird die Fläche für die zukünftigen Fundamente der Brücke. Denn das Bauwerk kommt nicht auf ein durchgehendes Fundament, sondern wird auf Pfähle gestellt, ähnlich wie bei Pfahlbauten.
 
Mit Beton verfüllt geben diese „Pfahlfundamente“ dann dem Widerlager der Brücke Halt. „Die Baugrunduntersuchung wird zeitnah abgeschlossen sein“, so Große-Kreul. Aufgrund der Bohrproben, die sich bis zum Ende der Bodenuntersuchungen angesammelt haben, wird ein Tragwerksplaner über die Gründung des Brückenschlages entscheiden.
 
Kampfmittelräumdienst
 
Die sieht bei felsigem Untergrund anders aus, als zum Beispiel bei Sand. Böse Überraschungen, was die Bodenbeschaffenheit angeht, schließt Große-Kreul aus. „Ich bin ein positiv denkender Mensch.“ Damit auch ungeliebte Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg (Fliegerbomben) keinen Ärger machen, sucht der Kampfmittelräumdienst zurzeit prophylaktisch das Gelände ab – ebenfalls durch Probebohrungen.

Wird nichts störendes gefunden, heißt es: Bahn frei für die Bohrteams, die dann der Bodensbeschaffenheit auf den Grund gehen. Und dafür sorgen, dass es bald einen stabilen Übergang von Phoenix-West zum Rombergpark gibt.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kontakt | Impressum | AGB | Nutzungsbasierte Onlinewerbung | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de