18.04.2012 16:45 Uhr
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Start der Bauarbeiten: Neue Brücke über B 54 wird drei Parks verbinden

HÖRDE In Hörde haben die Bauarbeiten an dem 350 Meter langen Brückenschlag über die B 54 begonnen. Die neue Brücke wird den Rombergpark, den Phoenix-Park und den Westfalenpark barrierefrei verbinden. Der Bau stellt die beteiligten Firmen vor einige Herausforderungen.Von Jörg Bauerfeld

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Die nächste Bohrprobe, die eine Spezialfirma aus dem Boden geholt hat. Diesmal ist es Fels, auf den der Bohrer in rund 20 Meter Tiefe gestoßen ist. Gute Voraussetzung für das Fundament der geplanten Brücke über die B 54.  (Foto: Jörg Bauerfeld)

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Was Phoenix-West Projektleiter Franz Große-Kreul ganz bescheiden als eine barrierefreie Verbindung zwischen dem Rombergpark, dem Phoenix-Park und dem Westfalenpark bezeichnet, wird ein ganz großes Ding.

Fotostrecke Neue Brücke wird sich über die B 54 spannen



Ein Brückenschlag vom Landschaftskeil auf Phoenix-West (in Höhe BMW-Rombergpark), über die Nortkirchenstraße und die B 54 bis in den Rombergpark. 350 Meter lang wird das Bauwerk, das in zwei Abschnitten errichtet wird.
 
Die 3,50 Meter breite Brücke, die für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen nutzbar ist, wird durch ein Zwischenpodest auf dem Grünstreifen zwischen B 54 und Nortkirchenstraße gestützt. Neben den Auf- und Abgängen im Osten (Phoenix-West) und Westen (Rombergpark) gibt es einen zusätzlichen Zugang zur U-Bahn-Haltestelle Rombergpark.
 
Landschaftskeil
 
Ende 2013, Anfang 2014 soll das gewaltige Gebilde komplett fertig sein. Erste Tätigkeiten haben jetzt begonnen. „Bauvorbereitende Arbeiten“, sagt Große-Kreul. Erst die Rodungen an der B 54, jetzt Bohrungen. Drei Bohrteams jagen zurzeit die Bohrgestänge in den Untergrund. Auf dem Landschaftskeil ist eine Spezialfirma dabei, bis zu 36 Meter in die Tiefe zu bohren. „Wir prüfen den Baugrund“, so Große-Kreul.

Gesucht wird nach Hohlräumen oder Kammern, die sich auf die Statik der Brücke, vorsichtig ausgedrückt, störend auswirken könnten. „Hier war tagesnaher Bergbau“, so der Phoenix-West Projektleiter. Abgesucht wird die Fläche für die zukünftigen Fundamente der Brücke. Denn das Bauwerk kommt nicht auf ein durchgehendes Fundament, sondern wird auf Pfähle gestellt, ähnlich wie bei Pfahlbauten.
 
Mit Beton verfüllt geben diese „Pfahlfundamente“ dann dem Widerlager der Brücke Halt. „Die Baugrunduntersuchung wird zeitnah abgeschlossen sein“, so Große-Kreul. Aufgrund der Bohrproben, die sich bis zum Ende der Bodenuntersuchungen angesammelt haben, wird ein Tragwerksplaner über die Gründung des Brückenschlages entscheiden.
 
Kampfmittelräumdienst
 
Die sieht bei felsigem Untergrund anders aus, als zum Beispiel bei Sand. Böse Überraschungen, was die Bodenbeschaffenheit angeht, schließt Große-Kreul aus. „Ich bin ein positiv denkender Mensch.“ Damit auch ungeliebte Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg (Fliegerbomben) keinen Ärger machen, sucht der Kampfmittelräumdienst zurzeit prophylaktisch das Gelände ab – ebenfalls durch Probebohrungen.

Wird nichts störendes gefunden, heißt es: Bahn frei für die Bohrteams, die dann der Bodensbeschaffenheit auf den Grund gehen. Und dafür sorgen, dass es bald einen stabilen Übergang von Phoenix-West zum Rombergpark gibt.

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