Bewohner werden umgelegt: Böden im Haus St. Johannes werden neu versiegelt

KIRCHHELLEN. "Wie bei einem Sonnenbrand, wenn sich die Haut pellt." So beschreibt Pflegedienstleitung Dirk Kuczera den Zustand der Böden in den Wohnbereichen im Haus St. Johannes. Was zur Folge hat, dass in den kommenden Wochen alle Bewohner zumindest kurzfristig umziehen müssen.

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  • <p>Weil beim Bau die Böden der Wohnbereiche vor rund vier Jahren nicht richtig versiegelt wurden, müssen 20 Bewohner aus dem Erdgeschoss, orange markiert, vorübergehend ins Haus Hedwig nach Bottrop verlegt werden. Auch die anderen 80 Bewohner müssen innerhalb des Hauses umziehen. Für Pflegedienstleitung Dirk Kuczera eine schwierige, planerische Nuss. <p></p> RN-Fotos Fehmer</p>

    <p>Weil beim Bau die Böden der Wohnbereiche vor rund vier Jahren nicht richtig versiegelt wurden, müssen 20 Bewohner aus dem Erdgeschoss, orange markiert, vorübergehend ins Haus Hedwig nach Bottrop verlegt werden. Auch die anderen 80 Bewohner müssen innerhalb des Hauses umziehen. Für Pflegedienstleitung Dirk Kuczera eine schwierige, planerische Nuss. <p></p> RN-Fotos Fehmer</p>

Etwa ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Hauses im Februar 2008 wurde das Boden-Problem offensichtlich. "In der Nähe der Fenster bildeten sich auf dem Boden kleine Punkte. Wie Mückenstiche. Und die wurden immer mehr. Vor allem dort, wo Feuchtigkeit und Sonne zusammenkamen", sagt Kuczera.

Böden können nicht gereinigt werden

Schnell wurde klar: Bei der Versiegelung des Kunststoffbodens ist der Fehler passiert. Ob es sich um einen Materialfehler handelt, oder bei den Arbeiten etwas daneben ging, kann Kuczera nicht sagen. Nur, dass es sich nicht um ein rein optisches Problem handelt ("damit könnte man ja vielleicht leben"), sondern die Böden nicht mehr vernünftig gereinigt werden können.

Natürlich seien die Böden zertifiziert gewesen, sagt Kuczera: "Andere darf man beim Bau eines solchen Hauses auch gar nicht verwenden." Und da man sich in der Garantiezeit befinde, übernehme die betreffende Firma nun auch sämtliche Kosten.

Umfangreicher Umzugsplan

Für die 100 Bewohner wurde nun ein umfangreicher Umzugsplan erarbeitet, damit die Arbeiten im laufenden Betrieb erfolgen können. "Das Wohl der Bewohner stand dabei immer an erster Stelle", so Kuczera. Schließlich seien 67 Prozent der Bewohner Demenz-erkrankt - diese reagierten besonders sensibel auf Ortsveränderung.

Als Glücksfall erwies sich, dass im Bottroper Haus Hedwig ein sanierter Neubau zur Verfügung stand. Dorthin werden nun am Montag 20 Bewohner aus dem Erdgeschoss des Hauses St. Johannes für rund drei Wochen ziehen. Samt Mobiliar und Personal. Alle anderen Bewohner werden nach und nach in diesen Trakt einziehen, während ihre Wohnbereiche neu versiegelt werden. Am Ende kehren dann die 20 Bewohner aus dem Haus Hedwig zurück.

Überraschende Kleinigkeiten

Natürlich wurden im Vorfeld Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter umfassend informiert. Und trotzdem gab es einige Kleinigkeiten, die Kuczera ebenfalls überraschten. "Unsere Besucher schauen natürlich auch gern fern. Aber hier empfangen sie das Signal vom Satelliten, während im Haus Hedwig ein Kabelanschluss ist." Aber auch um diese Fragen werden sich natürlich Mitarbeiter kümmern.

 
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