St.-Marien-Hospital: Schmerzschwestern im Klinikum

LÜNEN Wenn Patienten ins Krankenhaus kommen, haben viele von ihnen vor allem Angst vor Schmerzen. Mit speziell ausgebildeten Schmerzschwestern will das Klinikum Lünen St.-Marien-Hospital den Patienten diese Angst nehmen.

  • Ertsmals gibt es am Klinikum Lünen eine Weiterbildung zur "Schmerzschwester", die Petra Paul (r.), Mitarbeiterin der Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin, leitet. Auf jeder Station sollen diese speziell geschulten Kräften tätig sein, sagt Pflegedirektorin Heike Plaga.

    Ertsmals gibt es am Klinikum Lünen eine Weiterbildung zur "Schmerzschwester", die Petra Paul (r.), Mitarbeiterin der Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin, leitet. Auf jeder Station sollen diese speziell geschulten Kräften tätig sein, sagt Pflegedirektorin Heike Plaga. Foto: Quring-Lategahn

In den chirurgischen Kliniken ist die hohe Aufmerksamkeit in puncto Schmerz schon lange da. Doch auch Patienten anderer Abteilungen sollen intensiv in den Blick genommen werden, „damit wir ihre Bedürfnisse früh erkennen und entsprechend reagieren können“, sagt Petra Paul, Pflegeleiterin der Klinik für Schmerz und Palliativmedizin.
 
Sie leitet die jetzt erstmals durchgeführte Weiterbildung zur „Algesiologischen Fachassistenz“, wie die Schmerzschwester im Fachjargon heißt. Pflegekräfte aus Lünen und Werne, aber auch aus anderen Krankenhäusern sowie Mitarbeiterinnen aus Arztpraxen nahmen daran teil.

Schmerzskala
 
Schmerz ist ein ganz individuelles Empfinden. Anhand einer Schmerzskala ermittelt die Schwester, wie stark die Schmerzen des Patienten im Ruhezustand und bei Belastungen sind. Manchmal ist eine Schmerzpumpe nötig, mit der Patient selbst die Dosis regulieren kann, manchmal lindern Spritzen oder Tabletten.
    
Doch auch nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie Wärme, Kühlung, Wickel oder Einreiben mit ätherischen Ölen können gut tun. „Wir wollen diesen nicht-medikamentösen Bereich stärken, der in der modernen Medizin ein Stück verloren gegangen ist“, sagt Dr. Eberhard A. Lux, Chefarzt der Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin am Klinikum Lünen.

Ablenkung und Zuwendung

Denn auch auf wissenschaftlicher Grundlage gebe es eine Menge Möglichkeiten. „Ablenkung und Zuwendung helfen ebenfalls gegen Schmerzen und Angst“, weiß Petra Paul. Es ist Aufgabe der Schmerzschwester, die Bedürfnisse des Patienten zu erfragen, sie zu dokumentieren und zu reagieren.

Der Pflege kommt somit eine Schlüsselrolle im Schmerzmanagement zu, „Pflegekräfte sind einfach ganz nah beim Patienten“, sagt Pflegedirektorin Heike Plaga. Die speziell geschulten Schmerzschwestern sollen auf den Stationen ihr Expertenwissen weitergeben, damit Patienten keine Angst vor Schmerzen haben müssen. 
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