Stadtteilhaus Lorenz Süd: Rap trifft Plattdeutsch

BERG FIDEL Laut, lustig und ein bisschen chaotisch ging es zu. Beim Treffen der Kulturen im Stadtteilhaus Lorenz Süd war viel los: Dort mischten sich nicht nur verschiedene Nationen, sondern auch mehrere Generationen.

  • Josef Alichmann vom CDU-Ortsverein interviewte den Tanzlehrer Raphael Edoror.

    Josef Alichmann vom CDU-Ortsverein interviewte den Tanzlehrer Raphael Edoror. Foto: Ulla Schneider

Das sorgte im Publikum zwischendurch für Verwirrungen: Die Seniorinnen am Bühnenrand zuckten zusammen, als plötzlich laute Hip- Hop-Musik dröhnte und die jungen Tänzerinnen von der Tanzschule „Residenz“ aus Hiltrup sich mit Kapuzen über den langen blonden Haaren wild im Stil der bösen Rapper bewegten.

Josef Alichmann, Vorsitzender des CDU-Ortsvereins Berg Fidel/Vennheide, interviewte den jungen, dunkelhäutigen Tanztrainer der munteren Truppe, und Raphael Edoror verblüffte die Senioren erneut. Er besucht die Klasse 13 des Paulinums, spricht perfekt Deutsch, kommt aus Nigeria und passte damit perfekt zum Multikulti-Thema des Nachmittags.

„Es war nicht so leicht, dieses Treffen zu organisieren“, sagte Alichmann bei der Begrüßung. Denn anfangs sei das Interesse an dieser Veranstaltung gering gewesen.

Pop gegen den Lärm

Alichmann betonte, dass dieses Treffen keine politische Veranstaltung sei. Dennoch waren einige bekannte CDU-Politiker erschienen, unter anderem Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Sternberg, Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und Ratsherr Karl Kleine-Wilke.

Die beiden sehr jungen Sängerinnen Ronja und Djamila im schwarzen Berg Fidel Fan-Shirt mühten sich anschließend, den allgemeinen Lärmpegel zu übertönen, sangen zwei Popsongs und mussten noch eine Zugabe geben. Beifall auch für die im Vergleich eher zarte Gitarrenmusik von den Schülern der Musikschule „Crescendo“ aus Berg Fidel.

Pater Marek von der katholischen Gemeinde begrüßte auch seine polnischen Landsleute und erinnerte sich daran, wie man ihn in seiner Heimat vor den „sturen Westfalen“ gewarnt hatte. Dieses Vorurteil habe sich jedoch nicht bestätigt. Mit Bezug auf das Treffen betonte er: „Es geht darum, Vorurteile auszuräumen und seine Gedanken auszutauschen“.

Selbst gebackener Kuchen

Und dann musste auch die junge Generation verständnisvoll sein – bei den plattdeutschen Geschichten und Liedern von Leo Mauczik und Josef Alichmann, die wiederum bei den Senioren großen Anklang fanden.

Ein verbindendes Element waren dagegen die leckeren selbst gebackenen Kuchen, bei denen alle gerne zugriffen
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